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Die Startnummer als Motivation

Morgen Samstag starten die Männer in Gold Coast (Au) zum Final der Triathlon-WM-Serie. Sven Riederer aus Wallisellen ist der Leader des Schweizer Teams.

Triathlon. - Sollte Sven Riederer einen Exploit landen und sich einen Podestrang oder gar den Sieg erkämpfen, wäre er weder Medaillengewinner noch Weltmeister. Das hat mit der neuen World Championship Serie zu tun. Der Weltmeister wird bei den Triathleten seit diesem Jahr in acht Rennen ermittelt, von denen vier plus der Final in die Wertung kommen.

Riederers Ausgangslage ist nicht perfekt. Als 17. besteht keine Aussicht mehr auf einen absoluten Spitzenrang. Indes gibt es für ihn keinen Grund zur Unzufriedenheit, im Gegenteil. Der 28-Jährige hat seine Einsätze bewusst dosiert und erst vier Wettkämpfe bestritten. Mit den Rängen 18 (Madrid), 6 (Kitzbühel), 15 (Hamburg) und 11 (London) unterstrich er einen effektiven Formaufbau. Sein Ziel für das Rennen in Gold Coast ist es, einen besseren Rang zu erreichen als jener 17 auf seiner Startnummer.

Nach Zwist wieder Teamleader

«Diese Vorgabe ist eine Motivation für mich», sagt Riederer. Sein Leistungshunger hat sich entwickelt. Anfang Saison wusste er weder eine schlüssige Antwort darauf, was er von der WM-Serie halten solle, noch auf die Frage nach seinen längerfristigen Perspektiven. «Die Olympischen Spiele 2012 in London sind mein Ziel», sagt er nun. In dieser Saison hat er sein Training intensiviert. «Das wirkt sich erfreulicherweise bereits jetzt aus, im Schwimmen, auf dem Velo und im Laufen», sagt er. Nationaltrainer Iwan Schuwey lobt Riederer als Teamleader mit Vorbildfunktion.

Das mag erstaunen, trugen doch der Coach und der Athlet Ende Winter einen Kampf um Sponsorenlogos auf dem Renntenü aus. Dieser gipfelte im Ausschluss aus dem Nationalteam von Riederer und Teamkollege Jan van Berkel aus Winkel. Erst Anfang Frühling liessen sich die Differenzen bereinigen, und Riederer trat ab Juni wieder im Schweizer Dress an. «Mittlerweile hat sich ein Superverhältnis entwickelt, und wir arbeiten perfekt zusammen», sagt Schuwey.

Ohne Spirig und Hug

Während Jan van Berkel und Lukas Salvisberg vom Zürcher EWZ-Power-Team heute in den frühen Morgenstunden im Einsatz gestanden haben und Riederers Showdown morgen auf dem Programm steht, fehlen weitere Aushängeschilder im Schweizer Team. Vor allem die Winklerin Nicola Spirig ist zu nennen, aber auch ihr Lebenspartner Reto Hug aus Dielsdorf. Spirig, die aktuelle Europameisterin, verpasste die ersten drei Rennen und hielt schliesslich an ihrer ursprünglichen Saisonplanung fest, die einen WM-Verzicht vorsah. Hug dagegen schliesst seine Ausbildung zum Physiotherapeuten ab, weshalb er in dieser Saison international kürzer tritt.

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