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Die Winzer können mal wieder richtig Wein machen

Der Jahrgang 2010 befindet sich derzeit in den Fässern und Tanks. Er hat zwar (noch) nicht einen so guten Ruf wie der 09er, doch er verspricht volle und langlebige Tropfen.

Raphael Briner

Spannend ist das Adjektiv, das Erich Meier spontan benutzt, wenn man ihn nach dem Jahrgang 2010 befragt. «Ich kann mal wieder richtig Wein machen», sagt der Uetiker Winzer. Er zapft mit einer riesigen Pipette Räuschling aus einer Barrique, gibt die trübe Flüssigkeit in ein Glas und hält dieses dem Besucher unter die Nase. Bananen- und Hefenoten verbreiten sich. Dies ist die typische Gäraromatik.

Der Räuschling ist vorerst fertig. Gärung und biologischer Säureabbau sind abgeschlossen. Er wird sich aber durch die Lagerung im Fass und auf der Flasche weiterentwickeln. Bei anderen Mosten mit weniger natürlicher Säure hat Meier keinen Abbau durchgeführt. Dies meint er mit «Wein machen». Der 2010er gibt ihm viel mehr Möglichkeiten als der «Jahrhundertjahrgang» 2009, der von einem eher schwachen Säuregehalt der Trauben und hohen Alkoholwerten geprägt gewesen ist. «Da konnte man nicht mehr viel beeinflussen, der Wein war im Nullneun schon beim Wümmen praktisch gemacht», sagt Meier.

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