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Dorfladen wird 50 Jahre alt

Ein Familienbetrieb setzt sich durch: Dank Sinn für die Wünsche der Kunden gibt es Dubach schon seit 50 Jahren.

Von Andreas Jäggi Richterswil – Lädelisterben? Von wegen: Seit der Eröffnung im Jahr 1960 ist es beim Lebensmittelgeschäft Dubach stetig vorwärts gegangen. Und während andere sich der Konkurrenz durch Discounter und Shoppingcenter beugten, hat Dubach noch Filialen in Wollerau und Bäch eröffnet. Heute beschäftigt Hans Dubach, der Sohn des Gründers, 30 Mitarbeiter; im Sortiment sind über 8000 Artikel. Am Donnerstag wird das Geschäft 50 Jahre alt. Wenn Dubach durch seinen Laden an der Schützengass führt, kann er über jedes seiner Produkte eine Geschichte erzählen. «Diese Gurken kommen aus Hinwil, die Anlage wird mit Abwärme von der Kehrichtverbrennung betrieben.» – «Diesen Flumser Alpkäse habe ich auf einer Wanderung entdeckt. Wichtig ist, dass die Milch von oberhalb der Waldgrenze stammt; dann enthält sie Omega-3-Fettsäuren.» Manchmal führen seltsame Wege ins Sortiment von Dubach: «Diese Muotathaler Dinkel-Cracker biete ich an, weil der Vertreter so ein schlechter Verkäufer war. Ich dachte mir: Wenn er die Cracker trotzdem loswird, muss es einfach ein gutes Produkt sein.» Der 59-Jährige arbeitet im Familienbetrieb, seit er die Handelsschule abgeschlossen hat. Sein Sohn Hans Christian ist dabei, seit er 20 Jahre alt ist. Der Erfolg ist hart verdient: Dubachs Arbeitstag beginnt morgens um vier Uhr und endet abends um halb acht. «Mein Beruf ist mein Hobby», sagt er. «Anders würde das gar nicht gehen.» Wo immer er ist, sucht er nach Produkten, die in seinen Laden passen könnten. Das Sortiment stammt denn auch von unzähligen kleineren Lieferanten. Selbst pasteurisiert Neben der Früchte- und Gemüseabteilung ist der Laden vor allem für seinen Käse bekannt. Sowohl der Firmengründer als auch sein Sohn haben Käser gelernt. Heute bietet Hans Dubach 150 Käsesorten an. Im Untergeschoss betreibt er einen eigenen Käsekeller. Dubach hat ein feines Sensorium dafür, was der Kunde sich von einem Dorfladen wünscht. Er scheut sich nicht, dafür viel zu investieren: Die Milch etwa, die er aus Samstagern und Wollerau bezieht, homogenisiert und pasteurisiert er im Untergeschoss selber. Die Pasteurisation dauert bei ihm etwas länger, dafür verwendet er niedrige Temperaturen, die mehr Vitamine erhalten. Hans Christian und Hans Dubach (von links). Foto: Sabine Rock

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