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Dritte Chance für den Pfarrer von Meilen

In Benken zerstritt sich Pfarrer Othmar Bischof mit einem Kollegen, in Meilen kündigen Mitarbeiter und die halbe Kirchenpflege. Nun soll alles gut sein.

Vor einem Jahr gab die katholische Kirchenpflege von Meilen ihrem Pfarrer Otmar Bischof eine zweite Chance. Dies, nachdem drei von sieben Kirchenpflegemitglieder den Bettel hingeschmissen hatten, weil sie mit Bischof nicht mehr zusammenarbeiten wollten. Sie störten sich an dessen Führungsstil. Josef Annen, Generalvikar der katholischen Kirche im Kanton, sah Handlungsbedarf und ordnete ein Coaching für den umstrittenen Pfarradministrator an.

Die zurückgetretenen Kirchenpfleger sind mit ihrer Haltung nicht alleine: Seit der Einstellung von Pfarrer Bischof im Sommer 2009 sind drei Religionspädagoginnen, eine Sekretariatsmitarbeiterin und eine Hauswartsmitarbeiterin gegangen. In der kleinen Pfarrei gibt es bald keinen mehr, der länger da ist als der Chef. Die jüngste Kündigung liegt wenige Wochen zurück.Bischof hatte sich schon an seinem vorherigen Arbeitsort Benken, als streitbare Figur erwiesen. Als Pastoralassistent zerstritt er sich mit dem Pfarrer, den er der sexuellen Belästigung bezichtigte. Der Konflikt eskalierte, und als der wütende Pfarrer seinem Pastoralassistenten Bischof eines Sonntags nach der Messe auf dem Kirchhof die Faust ins Gesicht schlug, wurden beide versetzt.

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