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«Drum habt ihrs immer noch am besten in der Schweiz»

Dies ist eine traurige Liebesgeschichte aus dem Tösstal. Traurig ist sie nicht nur, aber auch wegen des Krieges.

Deutsche Truppen vor der Verschiebung an die Front, circa 1916. Foto: FPG/Hulton Archive/Getty Images
Deutsche Truppen vor der Verschiebung an die Front, circa 1916. Foto: FPG/Hulton Archive/Getty Images

Bauma – Karl Kohler, Spinner in Gibswil, liebt Ida Guarise, Weberin bei der Firma Grünthal in der Juckern bei Saland. Er ist Deutscher, sie Tochter eines aus dem ­italienischen Modena nach Bauma eingewanderten Taglöhners. Als sie sich im Jahr 1905 kennen lernen, ist sie 18 Jahre alt, er 26. Jedes Wochenende, wenn es denn die Arbeit zuliess, reist Karl mit dem Zug zu seiner «lieben Ida» nach Bauma, wo sie ihn am Bahnhof abholt. Und er schreibt ihr unter der Woche getreulich, dass er gut nach Hause gekommen sei – wenn es denn so war. Am 3. ­Oktober 1905 nämlich wird er auf dem Heimweg überfallen. Als er dem Räuber mit dem Schirm auf den Kopf schlägt, zieht der ein Messer und sticht ihm damit in den Arm.

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