Zum Hauptinhalt springen

Dübendorf: Kein Flugplatz mehr

Dübendorf - Für den Regierungsrat ist der Flugplatz Dübendorf zu wertvoll, um nur für die Fliegerei genutzt zu werden. Zieht die Luftwaffe wie geplant 2014 ab, will er dort das Uni-Spital, Forschungslabors oder Betriebe aus der Leichtindustrie ansiedeln. Dies erklärte Regierungsrat Markus Kägi (SVP) gestern an einer Medienorientierung. Das 230 Hektaren grosse Areal soll nicht einfach mit Wohnungen und Industriegebäuden überbaut werden, sondern einer wirtschaftlich hochwertigen Nutzung dienen. Gebaut werden soll vornehmlich im Westen des Geländes, also auf Dübendorfer und Wangen-Brüttiseller Boden. Der östliche Teil ist für weniger intensive Nutzungen vorgesehen. Ob zivil oder militärisch, ist offen. Der Regierungsrat schliesst einen Waffenplatz nicht aus. Nicht betroffen von einer Stilllegung des Flugplatzes wäre die Rega. Sie kann mit Helikoptern weiterhin von Dübendorf aus fliegen.

5000 statt 300 Arbeitsplätze Mit dem gestrigen Entscheid des Regierungsrats geht eine zweijährige Testplanung zu Ende. Neben dem Kanton waren Vertreter von Bund, Zürcher Planungsgruppe Glattal, den Anliegergemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen sowie Fachleute involviert. Mit der neuen Nutzung könnten 5000 Arbeitsplätze statt deren 300 geschaffen werden.

Ob das Gelände überhaupt anders als heute genutzt werden kann, hängt aber vom definitiven Stationierungskonzept der Luftwaffe ab. Dieses ist nicht vor Ende 2010 zu erwarten. Unabhängig davon, was künftig auf dem Flugplatz passiert, will der Regierungsrat den Lärmkataster an den heutigen Betrieb anpassen. Heute gelten noch immer die Lärmgrenzwerte von vor 2005, als noch Kampfjets in Dübendorf starteten und landeten. Dank tieferen Grenzwerte könnten dann in Flugplatznähe nicht mehr nur Garagen und Industriehallen gebaut werden. (arb)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch