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Dübendorfer Aktionskünstlerin hängt Handys an den Baum

Erst tünchte sie eine schnee- bedeckte Wiese in roten Randensaft. Nun lässt sie 14 Handys von einem Baum klingeln. Dübendorf leistet sich eine Aktionskünstlerin, deren Arbeit irritiert.

Dübendorf - Normalerweise plärren Handys in der Jackentasche. Gestern Nachmittag ertönten während zehn Minuten 14 Mobiltelefone an einem Baum hängend hinter dem Dübendorfer Stadthaus. Als erstes ist dasjenige eines Asylbewerbers aus Somalia zu hören, als Rufton ein Volkslied aus dem fernen Afrika. Künstlerin Brigitte Fries aus Gockhausen lächelt. «Der Klangbaum soll auch verschiedene Kulturen miteinander verbinden», sagt sie.

Mit visueller Kommunikation bekannt geworden, belegt Brigitte Fries als Stipendiatin das städtische Kunstatelier. Der Klangbaum ist das zweite von mehreren «Momentmalen», welche sie Dübendorf präsentiert. «Die 14 Personen, deren Handys am Baum hängen, sollen mit den unterschiedlichen Tönen für Irritationen bei den Passanten sorgen. Diese sollen innehalten, überrascht sein und Neues im gewohnten Stadtraum entdecken.» Botschaften, so Fries, wolle sie nicht vermitteln. Nur: Die wenigen Passanten ignorieren die Installation bewusst. Schnellen Schrittes gehen sie am Klangbaum vorbei.

Ende Januar hatte sich die Gockhauserin mehr Aufmerksamkeit gesichert. Damals wurde die Polizei alarmiert, als sie einen roten See aus Randensaft auf die schneebedeckte Wiese hinter dem Stadthaus gesprüht hatte. Brigitte Fries platziert die wasserdicht verpackten Handys. Bild: Christoph Kaminski

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