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Duschtraum von George Clooney

Das Schülerteam Junior Staff Engineers der Berufsschule Bülach hat den Jurypreis der Projektwerkstatt 2011 gewonnen.

Seit über 20 Jahren veranstalten die Rotary Clubs Zürcher Unterland und Zürich Flughafen in Zusammenarbeit mit der Arbeitgebervereinigung des Zürcher Unterlandes und der Berufsschule Bülach eine Projektwerkstatt für die Berufsschüler. (beb) Von Beatrix Bächtold Bülach – «Wir haben mehr als 500 Arbeitsstunden investiert, weit über 1500 Teile hergestellt, Rückschläge erlitten und fast aufgegeben. In der reellen Wirtschaft hätte unser Projekt bis jetzt mehrere Zehntausend Franken verschlungen», sagt Adrian Bannwart. Der angehende Polymechaniker im zweiten Lehrjahr gehört zum Siegerteam des Wettbewerbs der Berufsschule Bülach. Dabei halten sie erst einen Prototyp in Händen. Die mehr als hundert Gäste im Forum des Primaschulhauses Schwerzgrueb staunen ob der vielen Energie, Ausdauer und des Erfindungsgeists. Überzeugt haben die drei Berufsschüler mit der Planung und der Herstellung eines Duschkopfs mit Kapselsystem für die Seifenzufuhr. Unternehmergeist bringt Preis «So würde George Clooney gerne duschen», sagt Konstrukteur Severin Flury in Anspielung auf die Kaffeekapselwerbung mit dem Hollywood-Star. Doch sie hätten mit ihrer Dusche nicht nur an Lifestyle gedacht, sondern vor allem an Alters- und Pflegeheime oder an behindertengerechte Körperpflege. Dann führen Adrian Bannwart, Severin Flury und Michael Kistler ihr Produkt vor. Sie schieben das Ende des Duschkopfs zur Seite – sichtbar wird eine Öffnung, in der eine Duschgel- oder Shampookapsel Platz findet. Ähnlich wie bei einer Kaffeemaschine wird der Duschkopf mit Kapseln geladen. So strömt seifen- oder shampoohaltiges Wasser aus der Brause. Sobald die Kapsel leer ist, setzt der Spülvorgang mit normalem Wasser ein. «Manchmal hätten wir am liebsten alles hingeschmissen. Aber wir konnten und wollten nicht», sagt Adrian Bannwart, drückt das Couvert mit der dreistelligen Preissumme an die Brust und fügt an: «Aus dem Projekt haben wir gelernt, dass es sich – trotz Krisen – immer lohnt weiterzumachen, wenn man an eine Sache glaubt.» Markus Gericke, Präsident des Arbeitgeberverbands Zürcher Unterland, erklärt bei der Preisübergabe: «Alle Teilnehmenden haben Motivation, Energie und Begeisterung gezeigt.» Adrian Bannwart, Severin Flury und Michael Kistler (von links). Foto: Beatrix Bächtold

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