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Ein Brunnen und Liegestühle stehen auf der Wunschliste

Nutzer und Anwohner von öffentlichen Räumen haben der Stadt Verbesserungsvorschläge überreicht für sieben Plätze in Wädenswil und der Au.

Wädenswil - Wenn Jugendliche in einer Sommernacht vor der Disco lachen und schwatzen, stören sie die Anwohner, die schlafen wollen. Und wenn Erwachsene ihr Auto auf dem Pausenplatz des Schulhauses parkieren, können die Kinder dort nicht spielen. Das sind zwei Beispiele von Konflikten bei der Nutzung von öffentlichem Raum.

Um solche Situationen zu verbessern und zu ergründen, was es braucht, um die Plätze besser zu nutzen, hat die Stadt Wädenswil vor einem Jahr das Projekt Platzda?! lanciert. Zusammen mit den Nutzerinnen und Nutzern dieser Plätze sowie den Anwohnern kam ein Gestaltungsprozess in Gang. Im Herbst erörterten sie auf einer Begehung bei sieben Plätzen in Wädenswil und der Au die Probleme und mögliche Lösungen. In Arbeitsgruppen wurden die Erkenntnisse weiterentwickelt.

Am Donnerstagabend nun haben die Platzda-Beteiligten die Ergebnisse Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) und Stadtrat Thomas Largiadèr (SP), Zuständiger für Sicherheit und Gesundheit, überreicht. Kutter versprach: «Wir nehmen die Wünsche entgegen und verpflichten uns, im Stadtrat daran zu arbeiten.» Grundsätzlich seien die Wädenswilerinnen und Wädenswiler mit den öffentlichen Räumen zufrieden, sagte Jugendkoordinator Michael Bänninger. Die Räume seien keine Problemzonen. Sie würden vielfältig genutzt. Konflikte entstünden vor allem aus den sogenannten Nutzungsfolgen, also dem Lärm nach 22 Uhr, Abfall und Vandalismus. Diesen Problemen begegnet die Stadt mit Polizeipräsenz, Reinigung, baulichen Massnahmen und aufsuchender Jugendarbeit.

Die konkreten Anliegen

Platzda wurde ins Leben gerufen, um konkrete Verbesserungen bei den Plätzen zu erreichen. Dies sind die zentralen Anliegen:

Seeplatz: Er soll zu Seepromenade umbenannt werden. Kleine Projekte wie ein Weihnachtsmarkt oder ein Lungenbus würden ihn beleben. Es fehlen Sitzgelegenheiten. Ein Verleih von Klappstühlen und Liegestühlen würde das Manko beheben. Jugendliche betonten am Donnerstag ihren grossen Wunsch nach einem Beachvolleyballfeld auf dem Seeplatz.

Bahnhofplatz: Die Informationstafel der Stadt Wädenswil besser sichtbar platzieren, mehr Sitzgelegenheiten.

Güterschuppen: Die Strasse öfter reinigen, Sicherheitskräfte und aufsuchende Jugendarbeit verstärken.

Rosenmattpark: Die Beleuchtung wurde bereits verbessert, und neue Spielgeräte sind bestellt.

Glärnisch: Mehr Bäume und Schattenplätze und ein Brunnen als Trinkgelegenheit sind gewünscht. Ebenso, dass die Holzschnitzel vor dem Fussballgoal durch Wiese ersetzt werden.

Untermosen: Die Parkplätze sollen bewirtschaftet werden, eine Tempo- 30-Zone ist erwünscht. Die Jugendlichen wünschen ein Volleyballfeld.

Bahnhof Au: Massnahmen gegen das wilde Parkieren sind erwünscht.

Die Platzda-Steuergruppe, welche das Projekt begleitete, formuliert zwei Empfehlungen an den Stadtrat. Der Einbezug der Bevölkerung habe sich bewährt und solle weiter gepflegt werden. Ebenso sollen die Jugendlichen in die Stadtentwicklung involviert werden. Denn vielfach seien es Jugendliche, welche Plätze anders nutzen, als vorgesehen war.

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