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Ein früher Opernbesuch kann Wunder wirken

Die Küsnachterin Fatima Mestani möchte Kinder für die Oper begeistern. Drei Jahre hat sie in ein Projekt investiert, das nun in Zürich zur Aufführung kommt.

Von Eva Robmann Küsnacht – «Aladdin und die Wunderlampe» soll Kindern die Oper näherbringen – in 65 Minuten und ohne Pause. «Aber mit grossartigen Opernsängern, exotischen Kostümen und einem orientalischen Bühnenbild», sagt Fatima Mestani. Die 36-jährige Musikerin und Kulturmanagerin, die in Wien mit «Anatevka» und in Zürich mit «Deep» auf der Bühne stand, hat in Küsnacht einen gemeinnützigen Verein gegründet, mit dem Zweck, klassische Musik und Opern für Kinder zu gestalten. Ein Projekt, das einen langen Atem braucht. Doch jetzt steht die Premiere von «Aladdin» kurz bevor, und Mestani schwärmt von ihrem qualitativ hochstehenden Team, das sie in langen Castings ausgewählt hat. 7 Sängerinnen und Sänger sowie 15 Musiker kommen zum Einsatz – allesamt Profis in ihrem Fach. Wie ein früher Opernbesuch auf Kinder wirken kann, hat Fatima Mestani selber erlebt. Mit sechs Jahren hat sie mit dem Kindergarten eine Kinderoper besucht, woraufhin sie unbedingt Klavierstunden nehmen wollte – und auch durfte. «Dabei stamme ich aus einer völlig kulturfernen Familie», sagt Mestani und lacht. Später kamen Gesangsstunden hinzu, und als Erwachsene schloss sie eine Musicalausbildung an der Universität für Musik in Wien ab. Später folgte ein Nachdiplomstudium in Kulturmanagement an der Zürcher Hochschule Winterthur.Immer wieder stellte Mestani fest, dass Eltern und Kinder der festen Überzeugung sind, dass Oper und Kinder nicht zusammenpassen. «Da gibt es sehr grosse Vorurteile», sagt sie. Einen Tag pro Woche unterrichtet Mestani in einer Musikschule in Wohlen. Die Kinder dort seien äusserst musikinteressiert und spielten ein Instrument. Doch der Oper gegenüber seien alle sehr skeptisch eingestellt, wie sie auch selbst erfahren musste. Dabei war noch keines der Kinder jemals in einer Oper. «Das hat mich dazu bewogen, Kinder an die Oper heranzuführen», sagt Mestani. «Das wurde zu einem innigen Wunsch.» Für Kinder ideal Für die Premiere von «Aladdin und die Wunderlampe» ist alles parat. Die Musik von Nino Rota, der das Stück vertont hat, ist laut Mestani ideal für Kinder. «Sie ist wunderschön und packend.» Die Zwischentexte stammen aus Elke Heidenreichs Feder. Regie führt Eike Ecker, die 14 Jahre lang an der Kinderoper in Köln als Regisseurin tätig war. Farbenfroh und kindergerecht kommt «Aladdin und die Wunderlampe» im Zürcher Volkshaus auf die Bühne. Foto: PD

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