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Ein Hattrick und eine Entscheidung

Flyers-Stürmer Bodenmann schoss erstmals drei Tore, Coach Eldebrink bleibt beim souveränen Leader.

Von Etienne Wuillemin Die Kloten Flyers haben nach den beiden Siegen vom Wochenende gegen die Lakers fast die Hälfte der Qualifikation absolviert. Sie stehen mit 54 Punkten an der Tabellenspitze. Sie haben am meisten Tore aller Teams erzielt (82). Und sie haben am wenigsten erhalten (49). Im Schnitt holten die Flyers 2,25 Punkte pro Spiel. Nur Davos und Zug können das von Kloten vorgelegte Tempo einigermassen mitgehen. Diese erste, hervorragende Zwischenbilanz verdankt Kloten seinem stabilen Gerüst in der Mannschaft. Im Tor ist Ronnie Rüeger der souveräne Rückhalt. Die beiden Verteidigungspaare DuPont /Blum und Du Bois / Von Gunten dominieren in fast jedem Spiel. Und auf der Centerposition setzen Santala, Lemm, Liniger sowie der derzeit verletzte Kellenberger die nötigen Impulse – offensiv wie auch defensiv. Von diesem starken Gerüst profitieren nicht zuletzt die Flügel. Auffallend ist, auf wie viele Schultern sich das Toreschiessen bei den Flyers verteilt. Sind Leistungsträger wie Rintanen, Jenni, Stancescu verletzt oder treffen wie Lemm das Tor nicht, stehen andere bereit. Das war zuerst Denis Hollenstein. Das war dann Matthias Bieber. Und das ist jetzt Simon Bodenmann. Bodenmann wie einst Wick Als sich in Kloten in den ersten Wochen vieles um Bieber und Hollenstein drehte, sagte Trainer Anders Eldebrink: «Vergesst Simon Bodenmann nicht. Gebt ihm eine gewisse Zeit, dann wird Kloten an ihm noch viel Freude haben.» Genau so ist es gekommen. Seit der 22-Jährige seine Bauchmuskelzerrung auskuriert hat, setzt er zu einem Steigerungslauf an. In den letzten 15 Spielen hat er 9 Tore erzielt, 7 davon allein in den letzten 4 Partien. Nur drei Schweizer NLA-Stürmer haben öfter getroffen. Eine Erklärung für seine Kaltblütigkeit hat Goalgetter Bodenmann nicht. Ausser, dass er viel von Tommi Santala profitiert. Eldebrink bezeichnete den Finnen am Samstag gar als derzeit besten Ausländer der Liga. Bodenmanns Entwicklung vom Flügel der vierten Linie zum regelmässigen Skorer des Paradesturms erinnert Eldebrink an Roman Wick vor vier Jahren, als dieser aus den Juniorenligen von Kanada zurückkehrte: «Auch Wick spielte am Anfang nicht viel und musste Geduld haben.» Danach kamen die Tore wie von selbst. Auf diesen Weg begibt sich nun auch Bodenmann. Am Samstag durfte er seinen ersten Hattrick der Karriere feiern. Am Dienstag wartet die nächste Premiere – das Länderspiel in Kloten gegen Kanada, wo er auch auf seine Teamkollegen DuPont und Bell trifft. Heute um 15 Uhr rücken die Nationalspieler in Kloten ein. Bis dahin erholt sich Bodenmann zu Hause in Höngg von den Strapazen des Wochenendes. Dort bewohnt er zusammen mit ZSC-Goalie Lukas Flüeler eine WG. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Tagen in der Klotener Juniorenabteilung und sind gute Kollegen. Die Länderspiel-Pause dauert für die Kloten Flyers fast zwei Wochen. Das ist der ideale Zeitpunkt für Trainer Eldebrink, um seine Zukunft zu regeln. Nach den Gesprächen mit Sportchef Jürg Schawalder hat Eldebrink mittlerweile die Situation auch mit seiner Partnerin analysiert. Und ist zum Schluss gekommen, dass zurzeit alles andere als ein Verbleib in Kloten nicht in Frage kommt. «Die Arbeit mit diesem Team gefällt mir, und ich spüre den Respekt der Führung», sagt der Schwede. Nur ein neuer Einjahresvertrag Sportchef Jürg Schawalder hofft, dass die Vertragsverlängerung noch in dieser Woche Tatsache wird. Er offeriert Eldebrink einen Einjahresvertrag, stellt aber klar: «Das heisst nicht, dass wir uns keine längerfristige Zusammenarbeit vorstellen können.» Der 22-jährige Simon Bodenmann war von den Lakers (links Roest und Parati) nicht zu halten und bezwang Goalie Manzato (rechts) dreimal. Foto: Andreas Meier, EQ

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