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Ein Hauch von Prärie und im «Bahnhöfli»

Hüte, Hemden und ein grosses Zelt: Die Country- Band Züri-Texas taufte ihre dritte CD in Langnau im Wildwest-Ambiente.

Langnau. - Die Stimmung im Festzelt vor dem Langnauer Restaurant Bahnhof stand einem Western wenig nach. Wer keinen Hut und kein Hemd anhatte, fiel an der CD-Taufe der Country-Band Züri-Texas mehr auf als normal gekleidete Besucher. Aus den Lautsprechern tönte schon am frühen Abend Country als Einstimmung für den Auftritt von Züri-Texas.

Taufpate der dritten CD mit dem Titel «Best of Life» war niemand geringerer als Blues-Pianist Che Peyer. «Che ist ein langjähriger Musikfreund von mir und verleiht der Taufe etwas Glamour», sagt Züri-Texas-Leadsänger Jack Beusch. Für den Glamourfaktor sorgt die Band allerdings auch mit ihrem eigenen Mitglied Giampiero Colombo, dem ehemaligen Gittarristen von Country-Legende John Brack.

«Züri-Texas ist ein ganz spezielles Quintett», sagt der langjährige Fan Fritz Walther aus Langnau. Er hatte die Band vor kurzem an seinem 50. Geburtstag spielen lassen. Auch seine Schwester Bigi Walther fing am Geburtstag ihres Bruders Feuer für die Band. «Da war mir auch die Anreise aus dem Thurgau nicht zu weit», sagt sie. Empfohlen wurde die Country-Band den Geschwistern von Fritz Walthers Partnerin Gabriela Randegger. Ihre Vorliebe gilt allerdings nicht allein dem Country: «Ich mag bei den Anlässen vor allem auch die Maskerade», sagt sie.

Country mit Handörgeli

Dabei haben die Züri-Texas- Musiker eigentlich ursprünglich gar nicht so viel mit Country am Hut: «Unseren einzigen gemeinsamen Nenner haben wir am Ende in diesem Musikstil gefunden, ansonsten kommen wir alle aus verschiedenen musikalischen Ecken», sagt Leadsänger Jack Beusch. Ihren Schlagzeuger Dominik Ronner erhielt die Band etwa auf den Tipp von Ronners Mutter Trudy Ronner, die die Band schon seit langem kennt. «Anfangs war Dominik etwas skeptisch und meinte, Country sei nicht eben sein Geschmack. Inzwischen ist er aber mit Leib und Seele dabei», sagt sie. Auch der Handörgeli-Spieler Andi Schneebeli fügt sich erst im Ensemble der Band in den Country-Stil ein.

Bei ihren Fans kann die Band auf ein langjähriges Stammpublikum zählen: «Country und Folk ist ansonsten nicht mein bevorzugter Musikstil, aber ein- bis zweimal im Jahr ertrage ich das gut», sagt Richard Niedermann aus Thalwil. Zusammen mit Felix Pittet aus Oberrieden und Züri-Texas-Bassist Matthias Beusch ist er seit fast 50 Jahren Mitglied im Schwimmclub Thalwil. Zudem spielten die drei jahrelang zusammen Wasserball. Ihre Schwimmkarriere haben die drei noch nicht aufgegeben. «Erst vor einer Woche sind wir von einem Staffel- Wettkampf aus Spanien heimgekehrt», sagt Felix Pittet.

Was für einsame Cowboys die Bohnensuppe und das Lagerfeuer ist, das war für die Country-Fans am Samstag die von «Bahnhöfli»- Wirtin Nadine Jopp kreierte Begrüssungsbowle und das Festzelt. Mit ihrer Schwägerin Jasmin Nideröst versorgte sie die Gäste am Eingang des Zeltes mit einem Glas zur Begrüssung. Hinter der Theke sorgte Jasmin Niderösts Tochter Indian Nideröst mit ihrer Schulkollegin Selina Stebler aus Langnau für den Ausschank. «Normalerweise gehen wir nach der Schule öfter mal ins Bahnhöfli», sagt Stebler, die mit Indian die Sekundarschule besucht. «Nun sind wir hier und verdienen für einmal sogar selber etwas dabei.»

Die Band Züri-Texas (v. l.): G. Colombo, D. Ronner, A. Schneebli, J. Beusch und M. Beusch.

Bigi und Fritz Walther.

Selina Stebler und Indian Nideröst.

Trudy Ronner.

Gabriela Randegger.

Felix Pittet.

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