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Ein Markt für lokales Kunsthandwerk

Der Ochsen-Märt in Wetzikon ist berühmt dafür, heimelig zu sein. Am Samstag fand er schon zum 14. Mal statt.

Wetzikon. - Die zweijährige Nela sitzt ihrem Vater gegenüber und schmiert sich genüsslich ihr Mittagessen um den Mund. Neben ihr sitzt ein Tiger. Mit Stupsnase und braunen Kulleraugen drückt sich ihr Bruder Linus (3) an ihre Schulter. Die beiden sitzen mit ihrem Papa Sergio Daniels in der Festwirtschaft des Ochsen-Märts. «Inzwischen wohnen wir zwar in Zürich, aber ich bin in Wetzikon aufgewachsen», sagt dieser. «Natürlich ist mir der Ochsen-Märt darum ein Begriff.»

Um die Festwirtschaft herum reihen sich Stände aneinander, die in allen erdenklichen Farben leuchten. Zwei Besucherinnen betrachten interessiert einen farbigen Stoff. «Es gibt hier immer wieder hübsche Sachen», sagt Helen Wiedmer aus Aathal, die ihre Freundin von einer Stippvisite überzeugt hat. Ruth Marta war anfangs noch skeptisch. «Der Markt kam mir so klein vor», sagt die Ustermerin. Nun aber sei sie durchaus gespannt. «Helen hat ein ganz spezielles Flair für Kunst», findet sie. «Ich bin gar nicht künstlerisch veranlagt. Darum lasse ich mich gerne von ihr über den Markt führen und inspirieren.»

Farbige Stoffe und Porzellan

Rund um das Restaurant Ochsen drängen sich die Verkaufsstände dicht aneinander. Überall sind farbige Stoffe und kleine Kunstwerke aus Holz, Stein und Porzellan zu entdecken. In der Mitte flechtet eine Frau Weidenkörbe, daneben musiziert ein älterer Mann auf einer Handorgel. Die Stimmung ist gemütlich, es sind viele Familien unterwegs. Im Hinterhof des Restaurants Ochsen sorgen zudem Pflastersteine für ein historisches Ambiente.

Mitverantwortlich für den Ochsen-Märt ist Brigitt Kindlimann. Sie ist langjähriges OK-Mitglied und freut sich, dass der Markt trotz seiner immer noch sehr überschaubaren Grösse doch merklich gewachsen ist. «Der Ochsen-Märt war schon immer sehr speziell», sagt sie. «Wir haben hier nicht die gewöhnlichen Marktfahrer wie sonst überall. Man findet hier vor allem das lokale Kunsthandwerk.»

Weit über den Köpfen der Märt-Besucher haben einige Kinder den Scala-Saal in Beschlag genommen. Am Kinderflohmärt wird gekauft und gemärtet, was das Zeug hält. «Was willst du für diesen Gumpiball?», will ein Mädchen von Elina (9) wissen, die so allerhand zum Verkauf anbietet. «Einen Franken», sagt diese und überlegt kurz. «Na gut, fünfzig Rappen.» Der Handel kommt schnell zustande.

«Wir haben hier Bücher, Schmuck, Tassen, Kassetten und alte Puzzles», zählt Elina ihre Angebote auf. «Aber die guten Puzzles haben wir zu Hause behalten», fügt sie schnell hinzu und ihre beiden Assistentinnen, Tiziana (6) und Andrina (6), nicken eifrig. «Nachher müssen wir uns noch den Markt ansehen», sind sich die drei Mädchen einig.

In den vergangenen Jahren ist der Ochsen-Märt merklich gewachsen. Dennoch ist er überschaubar geblieben.

Linus und Nela.

Ruth Marta, Helen Wiedmer.

Tiziana, Andrina und Elina.

Barbara u. Brigitt Kindlimann.

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