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«Ein richtiges Stadion ist ein Hexenkessel»

Stararchitekt Jacques Herzog sagt, Zürich brauche eine richtige Fussballarena. Im neuen Hardturm sieht der FCB-Fan einen Wurf – er hält es aber für falsch, dass die Stadt ihn selbst baut.

«Die Aufgabe einer Stadt ist es, ein Stadion zu ermöglichen, nicht, dieses selbst zu bauen»: Jacques Herzog in seinem Büro.
«Die Aufgabe einer Stadt ist es, ein Stadion zu ermöglichen, nicht, dieses selbst zu bauen»: Jacques Herzog in seinem Büro.
Christian Flierl

Sie haben mit dem St.-Jakob-Park in Basel und der Allianz-Arena in München zwei populäre klassische Arenen gebaut: Was macht es letztlich aus, das richtige, tolle und atmosphärische Fussballstadion? Wir sind Anhänger von Stadien, die kompakt sind. Stadien, in denen die Leute nahe beieinandersitzen, nahe am Spielfeld sind. Stadien, die möglichst steil gebaut sind, damit auch die oberen Reihen eine gute Sicht haben. Die Steilheit muss man, natürlich unter der Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften, voll ausreizen. Und das Dach muss geschlossen sein, die Energie der Zuschauer darf nicht durchs Dach entschwinden können, es muss sich anfühlen wie in einem Kochtopf. Kurz gesagt: Ein richtiges Stadion ist ein Hexenkessel.

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