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Ein Sihltaler bot Spektakel

Wohlen und GC haben sich für den Squashfinal qualifiziert. Im Zentrum des Interesses stand in Langnau der Sihltaler Nicolas Müller.

Glücklich durfte sich schätzen, wer noch einen Sitzplatz mit Sicht auf eine der drei Squashboxen ergattern konnte, in denen gestern die Playoff-Halbfinals ausgetragen wurden. Die 200 Zuschauer im Tennis & Squash Center Sihltal standen dicht gedrängt hinter der Tribüne. Als Erster begeisterte Paul Steel, die Nummer 4 der Grasshoppers, die Fans. Der bald 40-jährige neuseeländische Rekordmeister zeigte gegen seinen Widersacher Daniel Hoffmann (Vitis Schlieren), dass er im Laufe der langen Karriere nur wenig seiner Klasse verloren hat. Steel legte mit einem 3:0-Erfolg den Grundstein für den 3:1-Derby-Sieg und den Finaleinzug. Damit haben die Stadtzürcher ihre Chance genutzt, die sie sich mit dem 3:1 im letzten Qualifikationsspiel gegen Sihltal erarbeitet haben. Denn damit konnten sie Wohlen, dem grossen Favoriten auf den Titel, ausweichen. Sihltal kam diese undankbare Rolle zu.

Müller verpasst 2:1-Führung

Im Duell gegen den Meister der letzten zwei Jahre genoss der Hirzler Nicolas Müller die grösste Aufmerksamkeit und die meisten Sympathiebekundungen. Dem besten Schweizer Squasher in Diensten des SC Sihltal blieb trotz der Unterstützung des Publikums nur die Rolle des Verlierers. Die Weltnummer 42 stellte gegen den Holländer Laurens Jan Anjema (PSA 15) seine spielerischen und kämpferischen Stärken zwar unter Beweis. Zu mehr als einem Satzgewinn reichte es dem 20-Jährigen allerdings nicht. Müller vergab im dritten Durchgang einen Satzball zur 2:1-Führung und verlor diesen noch mit 10:12. Nach 63 Minuten war die hochstehende und mit mirakulösen Rettungsaktionen gespickte Partie vorbei. 9:11, 11:1, 10:12 und 2:11 lautete das Verdikt aus Sicht des Lokalmatadors. «Ich bin zufrieden mit meinem Spiel. Das war am oberen Rand des Möglichen», bilanzierte Müller.

So wenig überraschend seine Niederlage war, so erwartet kam der 4:0-Erfolg für Wohlen. Die Aargauer, die in Bestbesetzung antraten, liessen nichts anbrennen. Neben Anjema setzten sich auch die anderen Topspieler der Freiämter durch. Die Weltnummer 14, Cameron Pilley, liess Mark Brunner keine Chance. Simon Rösner (PSA 35) setzte sich gegen Roland Weber durch, und Chris Simpson (PSA 48) fertigte Robin Straub in drei Sätzen ab. Damit steht Wohlen erneut im Final und dürfte wohl in der entscheidenden Begegnung von heute Samstag gegen GC keine Mühe haben, den dritten Titel in Folge zu holen.

Im Gegensatz zu ihren Kollegen siegten die Frauen des SC Sihltal gegen Luzern souverän. Die Hürde für den Einzug ins Endspiel war allerdings auch nicht hoch. Denn die Zentralschweizerinnen traten nur zu zweit an. Weil sich Sara Guebey an der Einzelmeisterschaft vor zwei Wochen eine Zerrung geholt hatte und kein Ersatz gefunden wurde, gewann Julia Schmalz das dritte Spiel forfait. Sina Wall und Jasmin Ballmann machten mit ihren Siegen alles klar. Im heutigen Final wartet Winterthur, das sich im Derby gegen Eulach mit 2:1 durchsetzte.

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