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Ein Spitzbub wie kein anderer

Der Kinderbuchautor Martin von Aesch sorgte in Horgen mit Lausbubengeschichten für grosses Staunen unter den kleinen Zuhörern.

Von Marianne Bosshard Horgen &endash Nie und nimmer sei er ein Lausbub gewesen, sagt der Kinderbuchautor Martin von Aesch mit verräterischer Übertreibung. Er doch nicht, der immer so schön brav gewesen war. Nun denn, sein Besuch in der Gemeindebibliothek Horgen anlässlich der Schweizer Erzählnacht lässt anderes vermuten. Denn mit seinen temporeich erzählten Geschichten voll Spitzbübischem hat sich Martin von Aesch als Naseweis in Sachen Streiche hervorgetan. Ganz zur Freude der rund fünfzigköpfigen Kinderschar, die ihm am Freitagabend gespannt zuhörte. Und von Aesch kam nicht alleine. Kaum hatte er schwungvoll mit seinen Fingern eine Tür in die Luft skizziert, klopfte es. Kuku wollte herein, der Protagonist aus von Aeschs fünfteiliger Kinderbuchserie «Torgasse 12». «Ich heisse Kuku, bin elf Jahre alt und Fussballer, aber auch Schriftsteller», stellte sich der kleine Schelm vor. Seine Geschichte sei chaotisch, sagte er, vor allem wegen der komplizierten Erwachsenen. Denn wären diese nicht gewesen, hätte er den Fall mit seinem detektivischen Geschick schon nach zwanzig Seiten lösen können. Die Kinder kugelten sich fast vor Lachen. Nur zu gut schienen sie zu wissen, was Kuku damit meinte. Martin von Aesch konnte kaum still sitzen, immer wieder sprang er während des Lesens auf, wob mit wilder Gestik Neues in Kukus Geschichte ein oder sang mit den Kindern ein Lied von hanebüchenen Ausreden: Warum die «Ufzgi»-Hefte den Weg in die Schule nicht gefunden haben &endash ganz nach der Vorlage von «Hallo, Frau Müller», einem der neuen Lieder, die von Aesch mit den Schlieremer Chind nach über zehn Jahren Pause heuer aufgenommen hatte. Zum Abschluss schliesslich stimmte der grosse Karl-May-Fan zum gemeinsamen Schlaflied an &endash für die Eltern.

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