Zum Hauptinhalt springen

Einbürgerung abgelehnt: Mann will rekurrieren

Die Gemeinde Hüttikon will einen Mazedonier nicht einbürgern. Das kann der 24-Jährige, der gut Deutsch spricht, nicht akzeptieren.

Hüttikon - Der Entscheid der Gemeindeversammlung sei «eine Diskriminierung», sagt Feim Ziberi. Am Dienstag hatte Hüttikon sein Einbürgerungsgesuch abgelehnt. Die Begründung: Ziberi sei nicht genügend integriert. «Das verstehe ich nicht», sagt der 24-Jährige. Seit 13 Jahren wohne er im Dorf. Hier ging er bereits als 10-Jähriger zur Schule.

An der Gemeindeversammlung vom Dienstag bemängelten Stimmbürger, der Mazedonier sei zu wenig präsent im Dorf und habe keinen Kontakt zu den Ansässigen. Deshalb sei er nicht ausreichend integriert. Ob die Argumentation rechtlich Bestand hat, ist fraglich.

«Sprachkenntnisse sind zentral»

Zum aktuellen Fall in Hüttikon kann das kantonale Gemeindeamt zwar keine konkrete Stellung beziehen. Doch spielt gemäss Otto Hänseler, Abteilungsleiter Einbürgerungen, vor allem die Sprache eine entscheidende Rolle: «Gute Sprachkenntnisse sind zentral, darauf legen Gemeinden erfahrungsgemäss grossen Wert.»

Bei Ziberi werden die Sprachkenntnisse nicht bestritten. Wenn die mangelnde Integration damit begründet wird, eine Person zeige sich zu wenig in der Gemeinde, dann ist das gemäss Hänseler heikel. «Ist das die einzige Begründung, hält eine Ablehnung einem Rekurs wohl kaum stand.»

Dafür, ob eine Integration als gelungen gilt, fehlt eine allgemeingültige Definition. «Das ist ein vielschichtiger Prozess mit vielen Facetten», sagt Hänseler. Nicht nur die Sprache ist wichtig. Dazu gehört auch der Lebensmittelpunkt, also der Ort, in dem man wohnt und arbeitet. Hinzu kommen Kenntnisse von Sitten und Gebräuchen.

Nun wartet Ziberi auf den schriftlichen Bescheid der Ablehnung. Danach will er gegen den Beschluss beim Bezirksrat in Dielsdorf Rekurs einlegen. Tages-Anzeiger.ch/Newsnetz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch