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Eine Branche vor dem Aus

Es gibt nicht mehr viele Videotheken in der Schweiz. Soeben hat City-Video in Zürich wieder eine Filiale geschlossen. Die wenigen, die noch da sind, kämpfen ums Überleben.

Still und heimlich hat die Videothekenkette City-Video die Filiale am Goldbrunnenplatz in Zürich geschlossen. An der Eingangstür weist ein Zettel die Kundschaft auf die Schliessung hin. Es sieht nicht nach einem geordneten Rückzug aus Wiedikon aus. Die Atmosphäre vor Ort lässt schon eher auf einen fluchtartigen Weggang schliessen.

Mit dem Aus dieser Filiale verbleibt im Quartier Wiedikon noch eine Videothek. Der Filmriss 300 Meter weiter Richtung Triemli ist übrig geblieben. Ursprünglich buhlten in diesem Teil der Stadt drei Videotheken um Kundschaft. Aber eben: Die negative Umsatzentwicklung in der Videothekenbranche – seit 10 Jahren zeigt der Trend stark nach unten – hat so manchen Filmverleiher in die Knie gezwungen. In der Blütezeit Mitte der 90er-Jahre gab es in der Schweiz etwa 550 Videotheken, sagt Patrick Schaumlechner, Sprecher des Schweizerischen Video-Verbands (SVV). Jetzt sind es noch ein paar Dutzend. Aktuelle Zahlen sind nicht vorhanden. Der Video-Verband hat seit Jahren keine Erhebung mehr durchgeführt.

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