Eine halbe Milliarde für 100 neue Professoren

Die ETH Zürich will ihre Position auch in Zukunft bewahren und plant daher einen grossen Ausbau.

Die ETH Zürich will wachsen: Blick auf den Haupteingang. (6. November 2017)

Die ETH Zürich will wachsen: Blick auf den Haupteingang. (6. November 2017) Bild: Walter Bieri/Keystone

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Die ETH Zürich plant eine markante Aufstockung des Personals. Das geht aus einem Strategiepapier hervor, das der «NZZ am Sonntag» vorliegt. ETH-Präsident Lino Guzzella will demnach in den nächsten sieben Jahren hundert neue Professuren schaffen, was einer Aufstockung um 20 Prozent entspreche. Damit verbunden seien rund 830 neue Stellen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 550 Millionen Franken für diese Zeitspanne.

Zu den Gründen sagt Guzzella im Interview mit der Zeitung: «Wir brauchen jedenfalls einen Ausbau, weil die Zahl unserer Studierenden stetig steigt.» Und sie bräuchten ihn, «weil die Ansprüche der Gesellschaft an unsere Forschung steigen».

Der Ausbau solle aus eigener Kraft erfolgen, so Guzzella, und gemäss dem Strategiepapier unter anderem mit Budgetkürzungen bei den bestehenden Professuren um zehn Prozent einhergehen. Das sorgte bereits für Kritik, wie ein Professor sagt. «Wenn wir gleichzeitig sparen müssen und mehr Mittel akquirieren, bleibt uns weniger Zeit für Forschung und Lehre.» Guzzella wolle das Budget nun nur kürzen, sollte sich keine andere Lösung ergeben.

(roy)

Erstellt: 12.11.2017, 09:17 Uhr

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