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Eine Hand des Grauens warnt am Flughafen vor Gepäckdieben

Die gestern vorgestellte neue Präventionskampagne der Kantonspolizei ist gewöhnungsbedürftig. Bis Ende Oktober mahnt eine «Horrorhand» zur Vorsicht.

Von Alexander Lanner Kloten – Filmliebhabern sei es gleich gesagt: Mit den neuen Plakaten wird am Zürcher Flughafen nicht auf ein weiteres Remake des Horrorklassikers «Nosferatu» hingewiesen. Vielmehr steckt hinter der Dracula-Hand eine neue Kampagne der Kantonspolizei Zürich. In Zusammenarbeit mit der Flughafen Zürich AG sollen so die Flugpassagiere vor Gepäckdieben gewarnt werden. «2009 sind am Flughafen 183 Gepäckdiebstähle verzeichnet worden. 2008 waren es sogar 358», erklärt Marcel Graf von der Kantonspolizei. Solch grosse Schwankungen von Jahr zu Jahr seien keine Seltenheit. Eine Tendenz zur Abnahme der Vorfälle sei damit nicht nachzuweisen. Die Gefahr, dass sich Passagiere ablenken liessen und in einem unachtsamen Moment bestohlen würden, sei am Flughafen gross: Werbeplakate, Hinweisschilder und Wegweiser beanspruchten die Aufmerksamkeit. Reisende weilten gedanklich bereits an ihrem Ferienort und schenkten ihrem Gepäck und den Wertsachen oftmals zu wenig Beachtung. Den Koffer oder die Reisetasche zu stehlen, sei dann nicht mehr schwierig. Meist brauchten die Täter dafür nur wenige Sekunden. Mit der Kampagne sollen die Reisenden daran erinnert werden, ihre Gepäckstücke niemals unbeaufsichtigt zu lassen. «Manch ein ausländischer Fluggast kommt gar nicht auf die Idee, dass hier gestohlen werden könnte», sagt Graf weiter. Das Image von der heilen Schweiz, vom Schoggi-Land, herrsche in vielen Köpfen noch vor. Deshalb wollte man mit der überzeichneten Diebeshand einen «Eyecatcher» schaffen, der die nötige Aufmerksamkeit generiere. Ferienzeit ist Diebstahlzeit Gerade während der Herbstferien sei es wichtig, die Leute zu sensibilisieren. Die Gepäckdiebe seien in dieser Zeit besonders aktiv. Sie nutzen das hohe Personenaufkommen beim Check-in, in den Gepäckausgabehallen und den Parkhäusern sowie im Shopping-Bereich skrupellos aus. Neben den erwähnten Plakaten werden die Fluggäste mit Bildschirmanzeigen, Lautsprecherdurchsagen sowie einem Flugblatt mit heraustrennbarer Gepäcketikette gewarnt. Neue Plakate sollen auf Langfinger aufmerksam machen. Foto: PD

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