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Eine Wanderung mit Hintergrund

Kulturhistorisch Interessierte wanderten am Samstag von Bachs nach Rheinfelden. Letzte Station der Exkursion der Denkmalpflege war das Wasserkraftwerk in Rheinfelden.

Bachs. - Bevor die Wandertruppe mit der Besichtigung des Kraftwerks Rheinfelden am Ende ihrer kulturgeschichtlichen Wanderung war, führte sie Stephan Steger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kantonalen Denkmalpflege, an einer Vielzahl von kulturhistorisch bedeutenden Bauten im Zürcher Unterland vorbei. Ausgehend von einem gut 450-jährigen Bauernhaus in Alt-Bachs führte der Weg vorbei an Neu-Bachs und dem Weiler Talmüli zum Erdmannliloch, einer mittelalterlichen Grottenburg am Fuss der Hohlflue. Die hochmittelalterliche Ausbausiedlung Ruwenhusen sowie die 1706 erbaute reformierte Kirche Weiach waren weitere Stationen.

Die Wanderung am Samstag war bereits die Siebte in der Reihe der Überlandwanderungen. «Die kulturhistorischen Wanderungen über Land waren ein Projekt zum 50-jährigen Bestehen der Denkmalpflege des Kantons Zürich im letzten Jahr», erklärte Stephan Steger. «Aufgrund der grossen Nachfrage wurde dieser Wandertag zusätzlich angeboten.» Wie genau das Programm für das nächste Jahr aussieht, ist noch unklar. «Auf alle Fälle wird es auch in Zukunft Anlässe in dieser Art geben», versicherte Steger. «Sie sind für uns ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit.» Die Freude über die grosse Resonanz auf das Angebot der kulturgeschichtlichen Wanderungen ist entsprechend gross.

Bedeutenster Industriebau

Das Wasserkraftwerk Rheinfelden erwies sich als gebührender Abschluss der Wanderung. Es bot der Wandergruppe einen einmaligen Anblick: Im Licht der untergehenden Sonne tauchte es als letzte Station der eintägigen kulturhistorischen Wanderung durch das Zürcher Unterland auf.

Das Kraftwerk wurde zur Zeit des 1. Weltkriegs, von 1915 bis 1920 von den Gebrüdern Pfister im Heimatstil erbaut. Zur Zeit seiner Schaffung war es das grösste des Kantons Zürich. Bis heute ist Rheinfelden der bedeutendste Industriebau im Heimatstil in der Schweiz. Der imposante Bau aus rotem Eternit dient neben seiner Funktion als Energielieferant auch als Fussgängerverbindung zwischen dem schweizerischen und dem deutschen Rheinufer. Die beim Bau des Kraftwerks eingesetzten Francis-Turbinen werden seit Herbst 2008 sukzessive durch die neueren Kaplan-Turbinen ersetzt. Die Verkleidung der Turbinen wird aus Gründen des Denkmalschutzes jedoch beibehalten.

Wer die Wanderungen verpasst hat, sich die historischen Bauten aber dennoch gerne einmal ansehen möchte, kann sich die Beschreibung der Wanderrouten sowie einige Informationen zu den jeweiligen Stationen auf der Internetsite der Archäologie und Denkmalpflege ausdrucken.

www.denkmalpflege.zh.ch

www.archaeologie.zh.ch

Alte Bilder beim Kraftwerk.

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