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«Einmal Rente, immer Rente», das muss nicht sein

Psychische Erkrankungen belasten die IV stark. Die Personalvermittlung am See aus Wädenswil will psychisch Behinderte in den Arbeitsmarkt reintegrieren. Zurzeit keine leichte Aufgabe.

Die Zahlen sind beeindruckend: 40 Prozent aller Invalidenrenten in der Schweiz werden wegen einer psychischen Erkrankung ausbezahlt. Die Zahl der psychisch Behinderten hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht. Und besonders erschreckend: Bei jungen Menschen ist eine solche Erkrankung der weitaus häufigste Grund für eine IV-Rente.

Einmal Rente, immer Rente? Nicht, wer das Glück hat, von der Personalvermittlung am See in Wädenswil gecoacht zu werden. Die Personalvermittlung will IV-Bezüger mit psychischen Beschwerden wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingliedern. Was der Kernpunkt der sich zurzeit in Beratung befindlichen 6. IV-Revision ist, setzt Ursula Seiler im kleinen Rahmen eigenständig um. Die Betriebsleiterin der Personalvermittlung am See vermittelt seit einem Jahr Menschen mit psychischen Beschwerden an Firmen in der Region. Eine solche Firma ist die Stutz Druck AG in Wädenswil. Die weitläufige Druckhalle ist hell beleuchtet, der Geruch von Farbe liegt in der Luft, irgendwo rattert eine Druckmaschine. Mittendrin: Bruno Häusler, der Geschäftsleiter. Zwei Personen mit psychischen Beschwerden hat er angestellt, zu 40 beziehungsweise 60 Prozent, in der Reinigung und in der Spedition. «Wir wollten soziale Verantwortung übernehmen», sagt er, «und nicht nur darüber reden.»

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