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Eitel Sonnenschein am Ende der Legislatur

Der Gemeinderat Wädenswil tagte am Montag zum letzten Mal vor den Wahlen. Die Fraktionen waren sich bei den gewichtigen Geschäften einig und hiessen sie gut.

Wädenswil - Der Gemeinderat hatte sich viel vorgenommen für seine letzte Sitzung in dieser Legislatur. Die Traktandenliste vom Montag umfasste 20 Geschäfte und war damit «die längste in der Geschichte dieses Parlamentes», sagte Gemeinderatspräsident Thomas Hartmann (SP). Er setzte eine Doppelsitzung an, um «reinen Tisch zu machen». Trotzdem reichte die Zeit nur bis zum zwölften Geschäft.

Das «nur» ist jedoch falsch am Platz. Denn erstens verabschiedete Hartmann auch die drei Gemeinderats- und drei Stadtratsmitglieder, die sich nicht mehr zur Wahl stellen: Richard Küttel (SVP), Fabio Trombetta (SP), Heiner Brändli (FDP), Stadtpräsident Ernst Stocker (SVP), Bauvorstand Christian Huber (SVP) und Werkvorstand Sepp Dorfschmid (SP). Und zweitens sind die Beschlüsse, die das Parlament fasste, gewichtig. Allen voran die Erneuerung des Alters- und Krankenheims Frohmatt für 20 Millionen Franken.

So einhellig wie zum 20-Millionen-Kredit (TA vom Dienstag) stand der Gemeinderat auch zu den meisten anderen Weisungen des Stadtrates. Er bewilligte ohne Gegenstimme den Wärmeverbund Untermosen-Frohmatt mit Holzschnitzelheizung für 3,4 Millionen Franken. «Freude herrscht», kommentierte Gemeinderat Heinz Wiher (Grüne) das Geschäft. Er hatte sich zusammen mit SVP-Gemeinderat Heini Hauser für eine Holzschnitzelheizung eingesetzt. Werkvorstand Sepp Dorfschmid (SP) teilte mit, dass sich diesem Wärmeverbund die Stiftung Bühl fast sicher anschliesse. Sowohl der Frohmatt-Kredit wie der Wärmeverbund kommen im Frühling an die Urne.

Industrieareal umnutzen

Das seenahe Gebiet von Wädenswil wird sich in den nächsten Jahren nochmals verändern. Anstelle der früheren Seifenfabrik Sträuli an der Einsiedlerstrasse können die Besitzer einen 100 Meter langen Neubau erstellen. Sie planen Schul- und Arbeitsräume sowie Wohnungen in den beiden oberen Stockwerken. Die Fraktionssprecher lobten, dass eine schlecht genutzte Industrieliegenschaft sinnvoll genutzt wird. Aus der Raumplanungskommission kommt der Wunsch, dass sie mit einer SOB-Haltestelle beim Tuwag-Areal noch besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen wird. Und die CVP fordert den Stadtrat auf, sich dafür einzusetzen, dass die Wohnungen für Familien bezahlbar werden.

Der Gemeinderat hat nicht nur mit den Pendenzen aufgeräumt. Er hat auch sein Geschäftsreglement total revidiert. Sein Ziel war es, Strukturen und Abläufe klarer zu regeln. Die kleinen Parteien versuchten vergeblich, eine Fraktionsgrösse von zwei und nicht von drei Mitgliedern festzulegen. Sind mindestens drei Mitglieder nötig, haben es die kleinen Parteien schwerer, eine eigene Fraktion bilden zu können. Die «Kleinen» wollten auch erreichen, dass die Sachkommission neu neun statt sieben Mitglieder umfasst, was der Rat aber ebenfalls ablehnte.

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