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Entspannung in der Diskussion um lärmige Schulungsflüge

Seit einem Jahr gilt für die Flugsportgruppe in Fehraltorf ein verschärftes Betriebsregime. Ihre Beziehung zur Bevölkerung hat sich verbessert.

Fehraltorf - An der Generalversammlung des Schutzverbandes Flugfeld Speck (VSFS) trafen sich am Montag lärmgeplagte Anwohner von Fehraltorf und Pfäffikon mit Vertretern der Flugsportgruppe Zürcher Oberland (FGZO) zur Aussprache. Der Schutzverband versteht sich als Sprachrohr der Anwohner und machte insbesondere auf das Problem aufmerksam, dass Flugschüler auf ihren Übungsflügen immer wieder von den vorgeschriebenen Routen abwichen und in geringer Höhe über besiedeltes Gebiet flögen. Der Vizepräsident des VSFS, Walter Schmidt, schätzte, dass rund die Hälfte der Piloten die sogenannten Schulvolten nicht richtig flögen. «Die Verbindungsstrasse zwischen Pfäffikon und Russikon dürfte eigentlich nicht überflogen werden. Dies geschieht aber sehr oft», monierte er. Damit gehe eine hohe Lärmbelastung einher. «Die Piloten geben an dieser Stelle Vollgas, um an Höhe zu gewinnen.» Schmidt gibt zu bedenken, dass sich das Problem der hohen Lärmbelastung zu 80 Prozent lösen liesse, wenn für die Schulvolten leisere Flugzeugtypen eingesetzt würden.

Weshalb die Flugsportgruppe noch keine leiseren Flugzeuge beschafft hat, obschon sie versprochen hatte, dies per Frühjahr zu tun, beantwortete ihr Präsident Bruno Wettstein: Es gebe für die infrage kommenden Flugzeuge noch keine Zertifikate des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl). «Sobald die Zulassungen ausgestellt sind, werden wir drei unserer Schulflugzeuge durch neue, leisere ersetzen», versprach er.

Wettstein ging auch auf Lärmemission durch zu tiefes Fliegen oder abweichende Volten ein. Er forderte die Anwohner auf, Unregelmässigkeiten dem Flugplatz zu melden, damit gegen den fehlbaren Piloten vorgegangen werden könne. Schmidt, der im März an der Fluglehrersitzung die Bedenken des VSFS einbringen konnte, sprach denn auch von einer massiven Verbesserung der Situation.

Gespräche entschärfen Streit

Nicht immer war die Stimmung zwischen der FGZO und dem Schutzverband so freundlich gewesen. VSFS-Präsident Heinrich Bachofner zeigte sich erfreut über die gute Kommunikation, die durch Wettstein und dessen Vorgänger die einst von Aggressionen und Blockaden geprägte Beziehung entspannt habe. «Der Dialog mit der Bevölkerung ist uns wichtig, obschon uns etwa die neuen Betriebszeiten wehtun.» Sie reglementierten die Flugmöglichkeiten der Schüler und hätten insbesondere Auswirkungen auf Berufstätige, die ihrem Hobby in den Abendstunden nachgehen müssten.

An der letztjährigen Generalversammlung hatte der Schutzverband mit der Flugsportgruppe ausgehandelt, dass für Schulungsflüge montags und mittwochs bis 20 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags bis 19 Uhr und samstags bis 17 Uhr geflogen werden darf - die Mittagszeit ausgenommen. Die Einhaltung dieser Zeiten werde bereits jetzt praktiziert, so die FGZO. Der Schutzverband fordert aber, dass sie bis im Jahr 2011 im Betriebsreglement des Flugplatzes stehen, damit er sich juristisch wehren könne. Ferner soll auch die Anzahl der Flugbewegungen auf 30 000 im Jahr begrenzt werden.

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