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Erlösung für Ferrari und BMW-Sauber

Die Scuderia holte dank Kimi Räikkönen den ersten Saisonsieg, das Hinwiler Team kam endlich mit beiden Fahrern zu Punkten.

Nach dem Grand Prix von Belgien in Spa hatten gleich drei Teams grossen Grund zur Freude und zum Feiern: Bei Ferrari holte Kimi Räikkönen den ersten Saisonsieg. Für Force India sicherte Giancarlo Fisichella sensationell als Zweiter die ersten WM-Punkte. Und BMW-Sauber schaffte mit den Plätzen vier und fünf für Robert Kubica und Nick Heidfeld auf einen Schlag neun WM-Punkte - also so viele wie zuvor in elf Rennen.

Für das Team aus Hinwil hatte das GP-Wochenende in den Ardennenwäldern schon am Samstag gut begonnen. Im Qualifying schafften Nick Heidfeld und Robert Kubica die Startplätze 3 und 5 - und damit eine sehr gute Basis für das 12. von 17 Rennen. «Dieses tolle Ergebnis ist wichtig fürs Team», sagte Heidfeld noch am Samstag, «denn nachdem BMW ja die Formel 1 am Saisonende verlassen wird, arbeiten wir derzeit daran, die Zukunft für das Team in Hinwil zu sichern. Keiner hat dort den Kopf zuletzt in den Sand gesteckt, dieses Resultat ist eine Belohnung dafür.»

Die Gedanken ans Team

Diese lobenden und motivierenden Sätze wiederholte Heidfeld nach dem Rennen am Sonntag als Fünfter gerne. «Ich kann dem Team gar nicht genug danken», sagte der 32-jährige Deutsche, der einem Podestplatz nachtrauerte, «den ich im Chaos der ersten Runde verlor». Heidfelds bestes Saisonresultat ist Rang 2 von Malaysia, für den er wegen des dortigen Regenabbruchs ebenso vier WM-Punkte erhielt wie nun für Platz 5 in Spa.

Heidfelds Teamgefährte, Robert Kubica, dachte in der Stunde seines bisher besten Saisonresultats (Rang 4) ebenfalls ans Team: «Wenn man bedenkt, wie schwer es vielen unserer Mitarbeitenden fallen muss, sich in diesen Zeiten noch voll zu motivieren, kann ich nur sagen: Ein grosses Kompliment an unsere Belegschaft, ohne deren Fleiss wir diese guten Platzierungen nicht hätten holen können.»

In Spa hatte das Rennen erwartungsgemäss mit Touchierungen in der engen Spitzkehre «La Source» gleich nach dem Start begonnen: Jarno Trulli (Frontflügel beschädigt) und Heidfeld berührten sich dabei ebenso wie Adrian Sutil (Frontflügel geknickt) und Fernando Alonso (Radschaden) - und später Kubica und Räikkönen. Richtig gekracht hatte es dann nach der berüchtigten Eau-rouge-Passage: Der Genfer Neuling Romain Grosjean kollidierte im Renault mit Jenson Buttons Brawn-Boliden, und der 19-jährige Spanier Jaime Alguersuari rauschte im Toro-Rosso in den McLaren von Lewis Hamilton. Trümmer flogen durch die Luft, verletzt wurde niemand. Doch der Belgien-GP war damit nach nur gut zwei Kilometern für WM-Leader Button, Weltmeister Hamilton sowie Alguersuari und Grosjean schon gelaufen.

Räikkönens Vorteile dank Kers

Nach vier Runden hinter dem Safty-Car wurde das Rennen sozusagen zum zweiten Mal gestartet. Fisichella, der überraschend die Poleposition geholt hatte, konnte dabei im Force-India-Mercedes Räikkönen nicht lange hinter sich halten. Der Finne profitierte in seinem Ferrari von Kers, dem Bremsenergierückgewinnungssystem, das ihm per Knopfdruck zusätzliche PS liefert. Räikkönen sicherte damit den ersten Saisontriumph der Scuderia aus Maranello. Gleichzeitig mussten die Roten erneut einen letzten Platz (14.) von Massa-Ersatzfahrer Luca Badoer hinnehmen. Ebenfalls ein unauffälliges, aber dafür konstantes Rennen fuhr derweil Sébastien Buemi als Zwölfter. (Si)

Vorneweg: Kimi Räikkönen hält Giancarlo Fisichella problemlos in Schach.

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