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Erst krampfen, dann abheben

Mit Handarbeit haben die Piloten der Flugsportgruppe Zürcher Oberland die Piste auf dem Flugplatz Speck in Fehraltorf für die Saison bereitgemacht.

Von Gabriela Frischknecht Fehraltorf – Der Frühling ist da, und mit ihm beginnt auch wieder die Flugsaison auf dem Fehraltorfer Flugplatz Speck. Doch bevor die Piloten sich in luftige Höhen aufschwingen können, ist harte Arbeit angesagt. Insbesondere bei den Hauptaufsetzpunkten leidet die Graspiste und muss deshalb jedes Jahr ausgebessert werden. «Vor acht Jahren haben wir einen Plattenbelag über die Grasschicht gelegt, damit die Piste auch bei Nässeperioden nicht im Schlamm versinkt und wir trotzdem Schulungsflüge durchführen können», sagt Bruno Wettstein, Präsident der Flugsportgruppe Zürcher Oberland (FGZO). Flugbewegungen sind limitiert Bei schlechtem Wetter würden die Anwohner weniger gestört, die dann nicht im Garten sässen. «Mit dem Schutzverband Flugfeld Speck sind vertraglich 30 000 Flugbewegungen pro Jahr vereinbart, es macht Sinn, die Schulflugbewegungen ins schlechtere Wetter zu verlegen.» Früher wurde die Graspiste mit Sand verstärkt, was weit weniger effektiv war. «Die Platten machen den Boden sehr viel stabiler, als wenn wir nur eine Grasfläche hätten», sagt Wettstein. «Dafür können wir auf einen Hartbelag verzichten.» Jahr für Jahr müssen rund zehn Prozent der perforierten Platten ersetzt werden, die restlichen Platten werden in mühseliger und kraftraubender Handarbeit von Gras und Erde gesäubert und wieder verlegt. Unter die Platten werden zunächst eine Humusschicht und dann Rasenziegel gelegt. Das Säubern der Platten dauerte eine Woche. «Mitmachen ist Ehrensache», sagt Bruno Wettstein. Doch mit der Piste allein ist der kleine Flugplatz Speck noch nicht frühlingstauglich gemacht. Auch putzen und streichen stand in den letzten Wochen auf dem Programm. Immerhin habe sich der «Speck» zu einem beliebten Ausflugsziel bei Familien, Bikern, Hundebesitzern, Rollerbladern und Reitern entwickelt, freut sich FGZO-Präsident. Das Restaurant, das seit zehn Jahren an Christoph Kessler verpachtet ist und laut Wettstein «zum ersten Mal richtig gut läuft», hat ebenfalls eine Auffrischung nötig. Das Dach wird saniert und erhält statt der bisherigen Sonnenstoren ein stabiles Holzdach. In einem nächsten Schritt kommen Fassade und Fenster an die Reihe. Bald leisere Flugzeugflotte Die FGZO will zudem ihre Flugzeugflotte erneuern. Vor kurzem wurde beschlossen, die Vierplätzerflotte – 35-jährige Piper – mit vier Cessna 172 Skyhawk zu ersetzen. Die ersten beiden Maschinen, die leisere Motoren haben als die alten Flieger, werden im Februar geliefert. Die Maschinen werden für den Überflug über den Atlantik mit zusätzlichen grossen Kunststofftanks ausgerüstet, nur ein Pilot wird an Bord sein. 320 000 Dollar kostet ein solches Fluggerät. Finanziert werden der Kauf und die Sanierungen in erster Linie über die Mieteinnahmen der Hangarplätze. Die Motoren sollen aber noch leiser werden, sagt Wettstein. «Derzeit laufen bei Dieselmotoren vielversprechende Entwicklungen. Sobald sie einen guten Standard beim Verbrauch und bei den Lärmemissionen erreicht haben, werden wir sie einbauen.» Auch die Schulflugzeuge werden durch leisere Maschinen ersetzt. «Leider sind hier noch europataugliche Richtlinien hängig. Erst wenn diese feststehen, können wir uns für einen Flugzeugtyp entscheiden.»

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