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Feilschen ums Stadtpräsidium

Wer tritt beim zweiten Wahlgang ums Wädenswiler Stadtpräsidium wieder an? Bisher steht einzig Philipp Kutter (CVP) definitiv als Kandidat fest.

Wädenswil - Vier der ursprünglich fünf Kandidatinnen und Kandidaten für das Wädenswiler Stadtpräsidium sind beim zweiten Wahlgang theoretisch noch im Rennen: Philipp Kutter (CVP), Johannes Zollinger (EVP), Felicitas Taddei (FDP) und Ernst Brupbacher (BFPW). Sie sind am Sonntag in den Stadtrat gewählt worden. Aber keiner erreichte das absolute Mehr für die Wahl als Stadtpräsident oder Stadtpräsidentin.

Verhandeln und taktieren

Seit dem Wahlsonntag haben die Parteien und die Kandidierenden untereinander und miteinander verhandelt. Es geht darum, ob sich jemand zurückzieht und ob eine Partei offiziell einen Kandidierenden einer anderen Partei unterstützt.

Von den vier möglichen Kandidaten steht erst der Entscheid eines Anwärters fest: Philipp Kutter, der beim ersten Wahlgang deutlich am meisten Stimmen erhielt, bleibt im Rennen. Dies verkündete er bereits am Sonntag. Wer ihn herausfordert, ist hingegen noch nicht klar. Dass er nicht der einzige Kandidat bleibt, zeichnet sich aber ab. Chancen, gewählt zu werden, haben nämlich auch andere - je nachdem, wer sonst noch antritt und von welcher anderen Partei sie unterstützt werden.

Zollinger, der am zweitmeisten Stimmen erhielt, sagte gestern: «Ich bin noch dabei.» Er wolle aber wissen, welche Gedanken sich andere Parteien machten. «Ich darf mir nicht einbilden, dass ich als EVP-Kandidat allein die Wahl schaffe.» Zollinger, der bisherige Schulpräsident, holte Stimmen von links bis rechts.

Taddei und die FDP halten sich noch bedeckt. «Wir sind noch im Gespräch», sagt Parteipräsidentin Astrid Furrer. Auch Taddei, die im ersten Wahlgang an dritter Stelle landete, muss von anderen Parteien unterstützt werden, um eine Wahlchance zu haben. Das gleiche gilt für Brupbacher und seine kleine Ortspartei BFPW. Auch Brupbacher sagte, er überlege sich, noch einmal anzutreten. Ohne starke Partner sind seine Chancen aber gering.

Kutter startet in aussichtsreicher Position in den zweiten Wahlgang. Doch auch wenn er 600 Stimmen mehr erhielt als Zollinger, kann er sich noch nicht zurücklehnen. Die Stimmen werden sich neu verteilen, weil die Ausgangslage anders ist. Zudem hat er mit der CVP keine grosse Hausmacht im Rücken. Im ersten Wahlgang wurde er von den Grünen unterstützt. Ein weiterer Partner dürfte willkommen sein.

Wen unterstützen SVP und SP?

Wichtige Rollen im Machtpoker spielen die SP und vor allem die SVP. Sie sind die wählerstärksten Parteien, und ihre Wahlempfehlungen haben deshalb eine grosse Wirkung. Sie selber mischen im Kampf um das Präsidium nicht mit. Die SVP ist aus dem Rennen, weil ihr Kandidat Martin Lampert den Sprung in den Stadtrat nicht schaffte. Sein Parteikollege und neuer Stadtrat Heini Hauser hat keine Ambitionen. Ebenso wenig der neu gewählte SP-Stadtrat Thomas Largiadèr.

Ende nächster Woche spätestens wollen die Parteien und die Kandidierenden ihren Entscheid für den zweiten Wahlgang vom 7. März bekannt geben.

Stimmen erhielten im ersten Wahlgang: Philipp Kutter (CVP) 1577, Johannes Zollinger (EVP) 978, Felicitas Taddei (FDP) 942, Ernst Brupbacher (BFPW) 680, Martin Lampert (SVP) 653.

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