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Feueralarm im Einkaufszentrum liess die Kunden kalt

Im Zentrum Leue schrillte gestern der Feueralarm. Trotzdem setzten die Leute seelenruhig ihren Einkauf fort.

Von Bettina Bernet-Hug Männedorf – Schrill hornte gestern Mittag der Feueralarm durch das Geschäftsgebäude des Männedörfler Zentrums Leue. Die Gitter zum Treppenhaus und zum Parkhaus wurden automatisch geschlossen, der Liftbetrieb sofort eingestellt. Im Erdgeschoss reagierten Gäste, Kunden und das Personal der Drogerie und des Restaurants Art sofort – und verliessen das Gebäude. Im Migros und im Denner liessen sich einige der Einkäufer indessen nicht beirren und schoben ihre Wagen weiter durch die Regalreihen. Kurze Zeit später war auch die Feuerwehr Männedorf/Uetikon vor Ort. «In der Küche des Personalaufenthaltsraums wurde gekocht, vermutlich gab es dabei stärkere Dampfimmissionen, die den Alarm auslösten», sagte der stellvertretende Feuerwehrkommandant Linus Kraus. In diesem Fall handelte es sich lediglich um eine Bagatelle, doch das weiss man vorher nicht. 25 Feuerwehrleute sind laut Kraus ausgerückt, um die Situation vor Ort zu klären. «Die Feuermelder sind sehr empfindlich», sagt der Feuerwehrmann. «Sie können nicht unterscheiden, ob die Rauchentwicklung vom Kochen oder von einem wirklichen Brandherd ausgeht.» Reklamation wegen Lärm Kraus zeigt sich allerdings erstaunt darüber, dass die Kunden in der Migros und im Denner im Untergeschoss weiterhin einkauften. Sie handelten, als ginge der Alarm niemanden etwas an. Kaum jemand hat reagiert. Ein Kunde reklamierte gar bei der Feuerwehr, man solle diesen Lärm doch endlich abstellen. Für den stellvertretenden Feuerwehrkommandanten von Männedorf ist dies ein sehr fragwürdiges Verhalten: «Wenn kein Rauch sichtbar ist, heisst das leider für viele, dass auch nichts passiert ist. Dabei ist es das erste Gebot bei Feueralarm, dass man die Leute evakuiert.» Erst wenn die Situation analysiert sei, könne man gegebenenfalls wieder Entwarnung geben.

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