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Firma in Not macht Axpo schwere Vorwürfe

In Winterthur bangen 32 Leute um ihre Jobs. Die Schuld dafür geben sie dem Stromriesen Axpo.

Winterthur - Die CTU (Conzepte Technik Umwelt AG), die weltweit Anlagen zur Energiegewinnung aus Abfällen plant, steht am Abgrund. Wegen der Wirtschaftskrise hat sie wichtige Aufträge verloren. Seither sitzt das Winterthurer Unternehmen auf einem Schuldenberg in Millionenhöhe. Es droht die Pleite. Sechs Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Weitere 32 Jobs sind in Gefahr.

Noch gibt es Aussicht auf Rettung: Ein Investor ist bereit, zusammen mit dem Personal den Bereich Kompogas zu übernehmen. Allerdings nur, wenn er die dafür nötige Produktionslizenz der Axpo-Tochter Kompogas behalten kann. Und genau dort liegt das Problem: Der Stromriese weigerte sich bisher in wochenlangen Verhandlungen, die bis 2019 laufende CTU-Lizenz an deren mögliche Nachfolgefirma zu übertragen. Der Investor könne sich aber neu um eine Lizenz bewerben. Das kostet allerdings Zeit - und Geld.

Diese Haltung bringt Personal und Gewerkschaft in Rage. Ende Januar demonstrierten die Angestellten vor dem Axpo-Hauptsitz in Baden gegen die «Raubritter auf Staatskosten». Alois Düring von der Gewerkschaft Angestellte Schweiz äusserte gestern vor den Medien den Verdacht, die Axpo wolle mit ihrer Lizenz ein zweites Mal Geld verdienen. Eine Axpo-Sprecherin sagt dazu nur: «Die Verhandlungen mit den CTU-Investoren sind noch im Gang.»

Für das Personal spitzt sich die Lage zu. Die Januarlöhne sind eingefroren. Die Belegschaft arbeitet trotzdem weiter - weil sie auf eine Einigung hofft.

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