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Fische unter Strom gesetzt, um sie zu retten

Weil der Zweienbachweiher in Meilen saniert wird, mussten sämtliche Fische aus dem Wasser evakuiert werden.

Von Tim Frei Meilen – Kleine und grosse Bachforellen treiben auf der Wasseroberfläche des Zweienbachweihers. Arno Filli und Urs Eggli von der kantonalen Fischzuchtanlage haben das Gewässer unter Strom gesetzt, um die Fische zu fangen. Sie müssen aus dem Weiher evakuiert werden, weil schon bald die Sanierungsarbeiten am Weiher beginnen. Mit einem stärkeren Damm will Meilen den Hochwasserschutz im Dorf verbessern. Anfang dieser Woche haben Filli und Eggli mit ihrer Aktion begonnen. Für ihre Arbeit benutzen sie ein sogenanntes Elektrofanggerät. Sobald dieses über Kabel mit dem Gewässer verbunden ist, startet Filli den Motor des Generators und setzt den Weiher per Knopfdruck mit 300 Volt unter Strom. Filli und Eggli waten daraufhin mit Gummistiefeln ins Wasser und sammeln die Fische ein: Filli versetzt den Fischen nochmals Stromschläge mit einer Stange, damit die Fische vorübergehend einen Muskelkrampf erleiden. Eggli kann die Fische ohne Probleme einsammeln. Der Stromschlag verletzt die Fische nicht. Schon bald nach der Betäubung schwimmen die Forellen im Kessel, in dem sie gesammelt wurden, wieder munter umher. Danach werden sie in eine Kiste verfrachtet. Dort wird das Wasser über einen Schlauch mit Sauerstoff angereichert, der für die Fische lebensnotwendig ist. Nach der FischEvakuierung am Zweienbachweiher werden die Forellen erlöst: Arno Gilli und Urs Eggli entlassen die Fische im Dorfbach in die Freiheit. Mit dem Elektroschockgerät auf der Pirsch: Arno Filli sucht nach «Opfern» im Zweienbachweiher. Foto: Silvia Luckner

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