Flughafen erwartet am Sonntag einen Passagierrekord

Mit dem Beginn der Herbstferien steigen die Passagierzahlen in Flugzeugen und Bahnen.

Am Sonntag sollten Reisende am Flughafen Zürich genügend Zeit zum Einchecken einrechnen.

Am Sonntag sollten Reisende am Flughafen Zürich genügend Zeit zum Einchecken einrechnen. Bild: Nicola Pitaro

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Der Flughafen Zürich rüstet sich für kommendem Sonntag: Dann erwarten die Verantwortlichen möglicherweise einen neuen Spitzentag. Rund 115’000 Personen sollen am Flughafen abfliegen, ankommen und umsteigen. Das wären knapp mehr als am bisherigen Rekordtag, dem 28. Juli. Damals fertigte der Flughafen mit 114’872 ein paar Hundert Passagiere mehr ab als ein Jahr zuvor, als der Rekord auf 114’480 Personen angestiegen war. Die Klimademonstrationen und Klimadiskussionen der letzten Wochen und Monate haben offenbar keine Auswirkung auf das Reiseverhalten per Flugzeug.

Zwei Stunden vor dem Anflug

Auf den Ansturm habe sich der Flughafen gut vorbereitet, wie Mediensprecher Philipp Bircher sagt. «Wir haben uns mit den verschiedenen Partnern abgesprochen, mit denen wir zusammenarbeiten.» Was bedeutet: Es soll weder am Check-in, bei der Grenzkontrolle noch bei der Gepäckabfertigung zu Verzögerungen kommen, da genügend Personal im Einsatz ist.

Der Flughafen erwartet in den Herbstferien zudem weitere Hochfrequenztage, das sind Tage, an dem er über 100’000 Passagiere abfertigt. 2017 zählte der Flughafen noch 22 solche Hochfrequenztage, im vergangenen Jahr waren es bereits 63. Laut Bircher wird diese Zahl im laufenden Jahr nochmals höher sein. «Wir sind stolz darauf, dass wir solche Tage in der Regel ohne grössere Wartezeiten für die Passagiere bewältigen können.» Er rät Leuten, die von Zürich abfliegen, sicher zwei Stunden vor dem Abflug am Flughafen zu sein und sich vor dem Packen gut über die geltenden Vorschriften zu informieren.

Die SBB rechnen im Raum Zürich ebenfalls mit mehr Passagieren, doch Extrazüge werden sie deswegen nicht einsetzen. Um den Mehrverkehr zu bewältigen, würden Züge verlängert, sagt ein Mediensprecher. Stark zunehmend seien Buchungen für Nachtzüge.

Verlagerung in den Herbst

Der Reiseanbieter Hotelplan hat festgestellt, dass die Schweizer ihre Ferien vermehrt im Herbst beziehen. «Die Leute bleiben im Sommer eher in der Schweiz als früher», sagt Mediensprecherin Bianca Gähweiler. Sie kann den Trend mit Zahlen belegen: Vor fünf Jahren habe das Sommergeschäft bei Hotelplan 35 Prozent am Gesamtumsatz betragen, der Anteil ist in diesem Jahr auf 30 Prozent gesunken. Dagegen ist der Anteil im Herbst von 20 auf 25 Prozent gestiegen. Offenbar halten die schönen und warmen Sommer der letzten Jahre die Schweizer in ihrer Heimat, sie verlängern den Sommer dann aber im Herbst.

Als Reiseziel beliebter seien wieder Tunesien und die Türkei, wo sich die politische Lage beruhigt habe, sagt Gähweiler. In beiden Ländern gebe es unschlagbare Angebote. Spanien bleibt als Herbstferiendestination jedoch nach wie vor die Nummer 1. Und: Die Zürcherinnen und Zürcher würden sich beim Buchen von Ferien nicht anders verhalten als die übrigen Schweizerinnen und Schweizer.

Erstellt: 04.10.2019, 15:05 Uhr

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