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Flughafen geht auf Hausbesitzer zu

Opfikon – Die Flughafen Zürich AG will nach dem neusten Bundesgerichtsurteil zur Fluglärmentschädigung das Gespräch mit den betroffenen Liegenschaftsbesitzern suchen. Das Bundesgericht hatte der Besitzerin eines Mietshauses in Opfikon eine Entschädigung von gut 17 Prozent des Verkehrswerts zugesprochen. Nun könnten auch die Entschädigungen von Mietliegenschaften abgewickelt werden, sagt Flughafensprecherin Sonja Zöchling. Bislang sind nur Besitzer von selbst genutztem Wohneigentum entschädigt worden. Wie viele Gebäude vom Urteil betroffen sind, kann Zöchling nicht sagen. Insgesamt liegen dem Flughafen und dem Kanton 17 000 Entschädigungsbegehren vor. Der Flughafen gehe nach wie vor davon aus, dass er rund 740 Millionen Franken Lärmkosten zahlen müsse, sagt Sonja Zöchling. Das Bundesgerichtsurteil habe Pilotcharakter, sagt Martin Looser, Anwalt der Opfiker Hausbesitzerin. Er geht davon aus, dass es in den meisten Fällen eine Einigung zwischen den Besitzern von Mietliegenschaften und dem Flughafen geben werde. Die Anwaltskanzlei vertritt rund 50 weitere Fälle in dieser Angelegenheit. Strittig war bis zum heutigen Zeitpunkt die Art der Berechnung. Wie die Vorinstanzen übernahm das Bundesgericht das Berechnungsmodell der eidgenössischen Schätzungskommission und verwarf das vom Flughafen favorisierte Modell. (TA)

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