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Flugverbot: Die Asche des Vulkans erreicht die Schweiz

Der Flugverkehr in Zürich ist um Mitternacht eingestellt worden. Eine Entspannung ist laut Flugsicherheitsexperten nicht in Sicht.

Da die Aschewolke in der Nacht auf Samstag die Schweiz erreichen soll, hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine Sperre des Schweizer Luftraums von 0.00 Uhr bis vorläufig 9.00 Uhr verfügt. Ausgenommen vom Flugverbot sind Such- und Rettungsflüge. Der Flugverkehr von und nach dem Flughafen Zürich wurde eingestellt.

Hunderte Passagiere sind am Flughafen Kloten gestrandet. Es wurden Notbetten eingerichtet. Die Kantonspolizei Zürich hat ausserordentliche Visa an gestrandete Passagiere erteilt, die nicht aus dem Schengen-Raum stammen. Laut Polizeisprecher Matthias Kummer hatte das Bundesamt für Migration die Genehmigung dazu erteilt. Die Visa sind 15 Tage gültig. Die Empfänger konnten damit den Flughafen verlassen und dürfen sich nun irgendwo in der Schweiz aufhalten. Wie viele Personen ein solches Visum erhalten haben, konnte der Polizesprecher zunächst nicht sagen.

Der isländische Vulkan Eyjafjalla, der die Aschewolke verursacht hat, ist weiter aktiv und spuckt neue Asche aus. Und eine Änderung der Wetterlage, welche die Asche derzeit weiter Richtung Süden treibt, ist nicht in Sicht. Die Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol warnte, die Aschewolke werde sich weiter über Europa ausbreiten und am Samstag deutlich grössere Teile überdecken als noch am Freitag. Und selbst wenn sich die Aschewolke verzieht, wird es noch Tage dauern, bis der Flugverkehr wieder normal läuft. Die Swiss hat alle Abflüge ab der Schweiz mindestens bis Samstag 10.00 Uhr annulliert. Die Langstreckenflüge werden bis mindestens 17.30 Uhr ausfallen. Andere Airlines rechneten damit, das das Flugverbot für den ganzen Samstag gilt.

Am Freitag fielen etwa 17 000 der 28 000 täglichen Flüge in Europa aus. Allein die Fluggesellschaft Swiss strich 205 von 365 Flügen von und nach Zürich, Genf und Basel. Die Lufträume über Grossbritannien, Irland, Belgien, den Niederlanden und Dänemark waren am Freitag fast völlig gesperrt. Finnland verlängerte als erstes europäisches Land die Sperrung bis zum Sonntag.

Die Flugausfälle führten zu einem Ansturm auf Mietwagen. Viele gestrandete Flugpassagiere versuchten auf die Bahn umzusteigen. Die SBB rief Reisende im internationalen Verkehr auf, Sitzplätze zu reservieren. (TA)

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