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Flyers gingen die Kräfte aus - die Pause kommt gelegen

In Freiburg genügten beim 3:4 vor allem die Klotener Ausländer nicht.

Es war das Duell der beiden Krankenlager der Liga. Fribourg, das seine Nationalspieler Jeannin und Sprunger schmerzlich vermisst, gegen Kloten, das derzeit unter anderem ohne vier Stammverteidiger auskommen muss. Die Flyers konnten dieses Handicap in letzter Zeit zwar erstaunlich gut kompensieren und holten vier Siege aus den letzten fünf Spielen. Irgendwann geht aber auch dem besten Flieger das Kerosin aus. Und so erstaunte es nicht, dass dies ausgerechnet beim Tabellenletzten geschah und ein 3:4 resultierte.

Die beiden besten Verteidiger, Von Gunten und Du Bois, mussten Doppelschichten schieben und waren wechselweise bei jedem zweiten Einsatz auf dem Eis. So war der Romand sichtlich erschöpft, als Fribourg in der letzten Minute nochmals einen Angriff lancierte. Weil Du Bois den Puck nicht aus der Zone brachte, erbte Abplanalp zum Siegtor für Gottéron - und das nur vierzig Sekunden vor dem Ende.

Es lag indes nicht am Nationalverteidiger, dass die Flyers verloren - die Offensive war das Problem. Einzig die Rollenspieler aus der dritten und vierten Linie genügten. Dem finnischen Topskorer Rintanen gelang während der gesamten Partie nichts. Sein Landsmann Santala wurde gar vorgeführt: Der kleingewachsene Birbaum umspielte ihn wie einen Pfosten im Trainingsparcours und besorgte das 1:0 nach 16 Minuten. Die Flyers verloren somit zum zehnten Mal ein Startdrittel, sie sind Langsamstarter.

Es benötigte einen weiteren Weckruf in Form eines Gegentors, damit sie ins Spiel fanden. Dann reagierte Kloten allerdings beeindruckend. Du Bois mit einem harten Schuss und Stancescu nach einer tollen Kombination glichen innert 37 Sekunden zum 2:2 aus (27./28.). Die Partie bekamen die Zürcher aber bis zur Schlusssirene nie in den Griff. Coach Anders Eldebrink sass fünf Minuten danach schon im Teambus - ohne ein Wort gesagt zu haben. Die Länderspielpause wird keinem Team so gut tun wie den Klotenern, zumal spätestens dann Liniger, Wick, Winkler und Hollenstein zurückkehren dürften. Wie schlimm es um Hamrs linkes Knie steht, soll heute bekannt werden. Silvan Schweizer, Freiburg

Fribourg - Kloten 4:3 (1:0, 2:2, 1:1) St.-Léonard. - 6720 Zuschauer. - SR: Kämpfer; Wehrli/Wirth. - Tore: 16. Birbaum (Wirz) 1:0. 27. (26:00) Aubin (Knoepfli, Heins/Ausschluss Zeiter) 2:0. 27. (26:23) Du Bois (Rothen) 2:1. 28. (27:00) Stancescu (Bell, Jenni) 2:2. 37. Birbaum (Mowers) 3:2. 49. Bodenmann (Kellenberger) 3:3. 60. (59:20) Abplanalp (Plüss, Mowers) 4:3. - Strafen: Je 4-mal 2 Minuten. Fribourg: Caron; Collenberg, Heins; Birbaum, Abplanalp; Leuenberger, Gerber; Voisard, Mottet; Knoepfli, Aubin, Mowers; Plüss, Bykow, Casutt; Lachmatow, Wirz, Leblanc; K. Lindemann, Hasani, Lauper. Kloten: Rüeger; Sidler, Von Gunten; Bonnet, Du Bois; Haakana, Müller; Grolimund, Rüegg; S. Lindemann, Santala, Rintanen; Rothen, Zeiter, Jacquemet; Jenni, Bell, Stancescu; Bodenmann, Kellenberger, Füglister. Bem.: Fribourg ohne Jeannin, Sprunger, Ngoy, Botter, Ouellet (alle verletzt). Kloten ohne Hamr, Wick, Winkler, Schulthess, Hollenstein, Welti und Liniger (alle verletzt).

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