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Freizeitrömer nehmen die Geschichte ernst

Sie kleiden sich in bunte Gewänder und spielen Römerzeit oder Mittelalter. Das nennt sich dann Re-Enactment.

Marco Reist (links) und sein Bruder Claudio üben das Posieren in Uniform. Details sind ihnen wichtig.
Marco Reist (links) und sein Bruder Claudio üben das Posieren in Uniform. Details sind ihnen wichtig.
David Baer

Die Römer haben das Europa von heute entscheidend beeinflusst und sind dann vor über 1500 Jahren von der Bildfläche verschwunden. In Filmen werden sie als dekadent und blutberauscht gezeigt. «Wir wollen das Hollywoodbild der Römer widerlegen», sagt der Bülacher Marco Reist. Gladiatorenkämpfe seien zum Beispiel anders und bei weitem weniger blutig verlaufen, als man heute meine. Es habe sogar Schiedsrichter gegeben, und Tote seien die Ausnahme gewesen. So sieht Reist einen Fehler nach dem anderen, wenn er Römerfilme schaut. Reist – von Beruf Metallveredler – ist angefressen von der Kultur der Römer.

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