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Frische Ideen für Downtown Uster

Der Stadtrat beschäftigt sich nicht mehr allein mit der Frage, wie er das Zeughaus nutzen kann: Architekten sollen nun Ideen fürs ganze Zentrumentwickeln.

Von Eduard Gautschi Uster – Der Stadtrat Uster hat Phase 2 der Planung Zeughausareal eingeläutet. Laut Stadtrat Thomas Kübler (FDP) ist es die wichtigste im 5-Phasen-Plan, den die Stimmberechtigten am 27. November 2009 gutgeheissen haben. Jetzt werden die Weichen für das Nutzungskonzept gestellt, das abschliessend vom Gemeinderat abgesegnet werden muss. Folgende Fragen stehen im Raum: Wie soll das Zeughausareal genutzt werden? Soll dort ein Kultur- und Tagungszentrum realisiert oder sollen stattdessen der Stadthofsaal saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden? Welche Nutzungsvorstellungen hat die Armasuisse für die in ihrem Besitz befindliche Hälfte des Zeughausareals? Welche Auswirkung auf die Planung hat die Tatsache, dass sowohl Stadthofsaal wie auch Zeughausbauten in Inventaren des Denkmalschutzes aufgeführt werden? Da die Nutzung des Zeughausareals vom Entscheid abhängt, was mit dem Stadthofsaal geschieht, leitet der Stadtrat nun eine sogenannte Testplanung in die Wege, die sich nicht auf die beiden Objekte beschränkt, sondern das ganze Zentrum umfasst. Das Pflichtenheft dafür wurde gestern den Medien vorgestellt. Zwei Architekturbüros sollen Ideen für die Entwicklung des Ustermer Zentrums ausarbeiten. Dafür werden sie mit je 75 000 Franken entschädigt. Für diese Kosten kommen Stadt, Armasuisse und die Immobilienfirma Moser auf. Swisscom-Gebäude integriert Moser hat kürzlich das Swisscom-Gebäude gegenüber vom Stadthofsaal gekauft. Dort soll eine Zentrumsüberbauung entstehen. Der Stadt wurde in Aussicht gestellt, dass das Parterre der Überbauung öffentlich genutzt werden könnte. Das Areal wird nun neben Stadthofsaal, Zeughausareal sowie Stadtpark und Untere Farb ebenso in die Planung einbezogen wie das Gelände zwischen Berchtoldstrasse und Illuster. Die Testplanung soll bis zu den Sommerferien abgeschlossen werden. Sie ist in eine Projektorganisation eingebettet, die die Mitsprache aller Beteiligten und Interessenvertreter sicherstellt. Abgeschlossen wird die Planung durch ein Stadtentwicklungsgespräch am 18. Juni. Nicht alle werden zufrieden sein «Das Verfahren ist sehr komplex», sagt Thomas Kübler. «Dass nicht alle mit den Resultaten zufrieden sein werden, lässt sich wahrscheinlich nicht vermeiden.» Ziel sei aber eine breite Mitsprache bei der Planung, damit eine mehrheitsfähige Lösung präsentiert werden könne. Die Gestaltung und die Nutzung des Zeughausareals mit seinen rund 26 000 Quadratmetern sowie dem angrenzenden «Schlüssel-Parkplatz» mit weiteren 3700 Quadratmetern seien städtebaulich eine grosse Herausforderung. Werde ein Kulturzentrum beim Stadthof favorisiert, werde die Luft dünn für das vom Wirtschaftsforum Uster vorgeschlagene Kultur- und Tageszentrum auf dem Zeughausareal – und umgekehrt. Das Zeughaus ist nur ein Teil des Areals, um dessen Planung es nun geht.Foto: TA-Archiv

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