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Frische Salate und arabische Kleider

Nachdem die Besucherzahlen markant gesunken waren, wollen zwei Schwestern dem Niederweninger Freibad Sandhöli nun die Wende bringen. Die Gemeinde hat 50?000 Franken investiert.

Von Caroline Bossert Niderweningen – Die Garderoben sind frisch gestrichen, die Grillstelle hat neue Sitzbänke und Bodenplatten, die Spieltürme wachsen in die Höhe, die rot-gelbe Rutschbahn glitzert bereits in der Sonne. Morgen öffnet das Niederweninger Freibad Sandhöli seine Tore. Bis dahin werden aber nicht alle Bauarbeiten beendet sein. Das Sonnensegel über dem Kinderplanschbecken wird erst in zwei Wochen geliefert. Der Sandkasten wird im Laufe des Sommers komplett erneuert, und ein grosses, rotes Hüpfkissen soll bald das Angebot ergänzen. Monica Kriesi und Nicole Kadhem werden als neue Pächterinnen das Badi-Restaurant übernehmen. «Wir wollen die Erwartungen der Gäste übertreffen», sagen die Schwestern aus Niederhasli. Neu sollen Salat- und Fitnessteller die Speisekarte ergänzen. «An schönen Wochenenden wollen wir auch Grill anbieten», sagt Kriesi. Kleider aus Marokko Das Angebot soll familienfreundlich sein. Die Schwestern möchten zum Beispiel Eineinhalb-Liter-Getränkeflaschen günstig anbieten. «Wir haben beide selber Kleinkinder und wissen, wie knapp das Geld dann ist», sagt Kriesi. Auch Schwimmflügeli, Sonnencreme und Shipas – arabische Sommerkleider – sollen im Kiosk erhältlich sein. Dieses Accessoire hat Kadhem eingeführt, die mit einem Marokkaner verheiratet ist. «Wenn ich solche Kleider jeweils aus meinen Ferien mitbrachte, gingen sie immer weg wie warme Weggli», sagt sie und fügt an: «Ich wollte mit meiner Schwester zusammen immer einen Kleiderladen besitzen. Nun haben wir einen Badi-Kiosk mit Kleiderständer.» 50?000 Franken hat die Gemeinde ausgegeben, um das Schwimmbad zu sanieren. Denn dieses befand sich seit einigen Jahren in einer Abwärtsspirale. Im Jahr 2000 betrug der Umsatz noch 172?000 Franken, 2010 lag er bei 74?000 Franken. «Vor allem in den letzten fünf Jahren sind die Besucherzahlen kontinuierlich zurückgegangen», erklärt Gemeindepräsidentin Andrea Weber. Sie führt dies auch auf den letzten Restaurantpächter zurück, der gleichzeitig auch Bademeister war. Er habe mit dem Badi-Kiosk einen deutlich kleineren Umsatz erzielt als seine Vorgänger. Auf Tiefkühlprodukten beharrt «Unsere Bevölkerungsumfrage im vergangenen Herbst hat ergeben, dass gut ein Drittel der Gäste mit dem Angebot des Restaurants unzufrieden war. Sie wünschten mehr Frischprodukte», sagt Weber. Trotz mehreren Gesprächen habe sich der Pächter nicht dazu bewegen lassen, seine Speisekarte zu erweitern und die Preise zu senken. «Er beharrte auf seinen Tiefkühlprodukten, wohl, um den Aufwand gering zu halten.» Die Gemeinde hat deshalb entschieden, sich von ihm zu trennen. Schon 2006 hatte sich die Gemeinde von einem Bademeisterpaar getrennt. Damals waren Arbeitsverträge der Anlass. Die Pächterinnen Nicole Kadhem und Monica Kriesi wollen ein familienfreundliches Restaurant. Foto: Caroline Bossert

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