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Fussgängerbrücke Blindensteg bei Embrach wird ersetzt

Nach fast 100 Jahren muss die Fussgängerbrücke am Wanderweg Dättlikon- Embrach ersetzt werden. Die Kosten belaufen sich auf 190 000 Franken.

Embrach - Just während der beliebten Wandermonate Juni und Juli wird die Fusswegverbindung über die Töss zwischen Dättlikon und Embrach gesperrt sein. Aufgrund ihres schlechten Zustands muss das kantonale Tiefbauamt die Fussgängerbrücke ersetzen. Zum letzten Mal wurde der sogenannte Blindensteg 1914 vollständig erneuert.

Im Zuge der Sanierung werden die bestehenden Stützen abgebrochen und an gleicher Stelle durch Betonpfeiler ersetzt. Der neue Steg kommt infolge der Hochwasserbemessung etwas höher zu liegen als der bisherige. Die künftige hochwassersichere Stahlfachwerkbrücke über die Töss wird 38 Meter lang und 1 Meter breit. Der Bau des neuen Blindenstegs wird Kosten in der Höhe von 190 000 Franken verursachen, teilt die Baudirektion des Kantons Zürich mit.

Es ist geplant, am 8. Juni mit den Bauarbeiten zu beginnen und diese am 12. Juli zu beenden. Das Vorankommen sei jedoch stark witterungsabhängig.

Blinder forderte ersten Steg

Der über die untere Töss führende Flussübergang zwischen Dättlikon und Embrach hat eine jahrhundertealte Tradition. Zum Namen Blindensteg kam er durch seinen Initianten Hans Rebmann. In den Reformationswirren geriet der evangelische Pfarrer in die Gefangenschaft eines Andersgläubigen, der ihm das Augenlicht nahm. 1527 wurde der blinde Pfarrer der Pfarrei Lufingen zugewiesen. Weil der Weg in die Nebenpfarrei beschwerlich war, machte sich Rebmann für den Bau einer Brücke über die damals noch ungezähmte Töss stark. Mit Erfolg. Es ist historisch belegt, dass im Jahr 1559 zwischen der Regierung in Zürich und den Gemeinden Dättlikon und Embrach ein Vertrag über den Unterhalt des «Blinden Stegs» geschlossen wurde. Unbekannt ist hingegen, wie viele Stege seither weggerissen und erneuert wurden.

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