Sie träumt von der Nationalmannschaft

Livia Zaugg ist eine der besten Nachwuchsspielerinnen des VC Tornado Adliswil und wird ab Montag speziell gefördert. Mit ihrem Talent würde sie nie angeben, sagt die 13-Jährige.

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Volleyball. - Fast alles dreht sich bei Livia Zaugg um Volleybälle. Die 13-jährige Adliswilerin besitzt drei davon. Einen hat sie geschenkt bekommen, einen hat sie gewonnen, einen hat sie sich zusammengespart. 120 Franken kostet ein solcher Ball. Zum Spielen würde einer genügen, meint ihre Mutter. Doch Livia Zaugg will einen vierten, den offiziellen Matchball des Volleyballverbands, mit dem auch an den Olympischen Spielen in Peking gespielt wurde. Sie sagt: «Mein alter Matchball ist halt alt. Beim neuen sind die gelben und blauen Streifen breiter.» Nun spart sie zum zweiten Mal auf einen Ball.

Livia Zaugg gehört zu den talentiertesten Nachwuchsspielerinnen des VC Tornado Adliswil. Jetzt, wo sich die Sommerferien dem Ende neigen, wird sie etwas nervös. Livia Zaugg besucht ab Montag die Swiss Talent School, eine Sportschule des Volleyballverbandes in Oerlikon: neue Lehrer, neue Kameraden, ein neuer Schulweg - nur die Trainer, die kennt sie schon von den Trainings mit der Regionalauswahl. Eingestuft wurde sie in die 2. Sek, Niveau A. Mathe, Geometrie, Deutsch und Fremdsprachen stehen weiterhin auf dem Stundenplan - und viel Volleyball.

Doppelt so viele Trainingsstunden

In die Sportschule schaffen es leistungsbereite Talente zwischen 13 und 20 Jahren. Ihr Trainer beim VC Tornado, Daniel Ljevar hat sie diesen Frühling auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht. Die 1,75 Meter grosse Capitaine des U-16-Teams hat in ihr Bewerbungsdossier geschrieben, dass sie die Freude am Volleyballspielen nie verlieren will und dass sie von einem Aufgebot für ein Schweizer Nationalteam träumt. Damit hat sie die Schulleitung überzeugt: Die Volleyballspielerin bekam einen Platz in der Talent School, kurze Zeit später erhielt sie ein Aufgebot für ein Testwochenende mit der Nationalmannschaft im Herbst. «Das hat ihr Auftrieb gegeben», sagt Claudia Zaugg, die Mutter.

Bis anhin hat Livia Zaugg dreimal in der Woche trainiert. Ab Montag wird sich der Trainingsaufwand für die 13-Jährige mehr als verdoppeln. «Ich hoffe, dass ich dann mehr Fortschritte machen kann», sagt sie. Im Training beim Stammklub ist es ihr hie und da langweilig. Überheblich klingt Livia Zaugg aber nicht. Wenn sie spricht, verschränkt sie die Arme und reibt sich immer wieder das Handgelenk. «Ich will mit meinem Können nicht bluffen», sagt sie. Sie sei einfach ein wenig ehrgeizig.

Auch während der Sommerferien konnte Livia Zaugg fast nicht ohne Volleybälle. In den Ferien spielte sie mit ihrer Familie am Strand Volleyball und brachte ihren Eltern bei, wie man die Bälle mit der Manchette richtig zuspielt. Um in Form zu bleiben, machte sie hie und da Liegestützen und Rumpfbeugen.

Dem VC Tornado bleibt Livia Zaugg weiterhin erhalten Sie spielt sowohl im U-16- als auch im U-18-Team. An einen Klubwechsel, etwa zum grossen Voléro Zürich, hat sie noch nicht gedacht. Lieber hätte sie ein Aufgebot des Nationaltrainers. Doch bis dann heisst es für sie: Trainieren - und sparen.

Sie brachte ihren Eltern bei, wie man den Volleyball richtig zuspielt: Livia Zaugg aus Adliswil ist ein Talent. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.08.2009, 15:55 Uhr

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