Stadtrat muss sich mit Kirchengeläut befassen

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Winterthur – Der Streit um den Glockenschlag der katholischen Kirche Herz Jesu im Winterthurer Eisweiherquartier ist eskaliert. Bereits vor einem Jahr hatten 21 Anwohner den Stadtrat aufgefordert, ein Lärmgutachten zu erstellen. Sie wollen erreichen, dass die Glocken zwischen 22 Uhr und 7 Uhr stumm bleiben müssen. Ihr Wortführer Andreas Steiner bezeichnet das Glockengeläut als «gesundheitsschädigend», es führe zu «zu bewussten und unbewussten Aufwachreaktionen und somit zu einem schlechten und ungesunden Schlaf.» Der Stadtrat versuchte zwischen entnervten Anwohnern und der katholischen Kirchenpflege zu vermitteln und setzte den ehemaligen Ombudsmann Karl Stengel als Mediator ein. Gestern erklärten die Anwohner die Gespräche für gescheitert, weil die Kirche am Status quo festhalten wolle.

Auch Baudepartementssekretär Lukas Mischler bestätigt den Abbruch der Gespräche. Der Winterthurer Stadtrat warte nun den Schlussbericht von Stengel ab und werde das weitere Vorgehen beraten. Für Steiner ist klar, dass Lärmmessungen gemacht werden müssen. «Wir haben bereits ein Jahr vergeudet.» Sollte die Stadt dazu nicht willens sein, würden die Anwohner den Rechtsweg beschreiten. (rd)

Erstellt: 27.10.2010, 23:00 Uhr

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