Ein steiler Aufstieg zum Einstieg

Der Berglauf-Cup im Zürcher Oberland über fünf Etappen hat einen neuen Ausrichter, aber einen alten Favoriten: Stephan Wenk bei seiner Abschiedstournee.

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Von Deborah Bucher

Die Läufergruppe Bachtel plagten nach fünf Jahren Ermüdungserscheinungen. Ihre Demission als Organisator des 5-Tage-Berglauf-Cups kann aber auch anders ausgelegt werden. Die Mitglieder juckte es wieder in den Beinen. «Alle sind eingefleischte Läufer, die lieber die Herausforderung im Wettkampf suchen als in der Logistik. Zudem hat der Anlass Dimensionen angenommen, die für das kleine Gremium kaum mehr zu bewältigen waren», sagt der neue OK-Chef Jeremias Wigger.

Unter der Leitung des früheren Spitzenlangläufers sprang der Skiclub am Bachtel in die Bresche. Der Streifzug über Höhenzüge im Zürcher Oberland startet heute Montagabend und führt bis Freitag allabendlich über ein Teilstück. Die Vorgänger haben sich aus dem Feld der Veranstalter nicht ganz zurückgezogen und reaktivierten im Juli den Eintages-Berglauf, der an einem Tag das komplette Programm zusammenfasst. «Der Aufwand ist überschaubarer», sagt Wigger.

Dagegen sind für den fünftägigen Anlass ein achtköpfiges Organisationskomitee und 50 Helfer – etwa 30 pro Einsatz – notwendig. Am Start dürften erneut gegen 500 Athleten stehen, die mindestens ein Rennen bestreiten. Der prominenteste ist Markus Ryffel, Olympia-Silbermedaillen-Gewinner von 1984 in Los Angeles über 5000 Meter.

Kosten von 20 000 Franken

Auch weil jeder Teilnehmer beschenkt wird, rechnet der Verantwortliche mit Kosten von rund 20 000 Franken, unter dem Strich aber mit «einem kleinen Zustupf für die Vereinskasse».

Dass künftig Langläufer die Laufsportszene aufmischen, ist für Wigger nicht abwegig. Erstens habe sich der Skiclub am Bachtel mit dem Kids Duathlon im Durchführen von Sommerevents schon bewährt. «Zweitens sind die Sportarten eng miteinander verwandt.» So erachtet er Bergläufe als unentbehrlichen Bestandteil im Saisonaufbau eines Langläufers.

Vielleicht inspirierte dieses Stehvermögen, das der neue Veranstalter mitbringt, zur Anpassung des Routenplans. Als auffälligste Änderung wird auf dem ersten Teilstück nicht mehr die Schaufelberger Egg angepeilt. Stattdessen startet der Berglauf auf der Bahnhofstrasse in Wald und endet 5,4 km und 535 Höhenmeter später auf der Farneralp. «Ein nahrhafter Auftakt», weiss Wigger.

Stephan Wenk (28), der als vierfacher Gesamtsieger antritt, hat beim Studium des Streckenprofils einen ähnlichen Eindruck gewonnen. «Bislang gabs eine Etappe zum Einrollen. Nun gehts gleich von Anfang an hart zur Sache. Immerhin sind zu diesem Zeitpunkt die Beine noch frisch.» Obwohl der Berglauf dank des Engagements des Skiklubs am Leben erhalten blieb, wird der Greifenseer bei seinem Start Wehmut verspüren. Denn er wandert im Herbst nach England aus und nimmt dort ein Osteopathie-Studium auf. Gerne würde er im Nationalkader Berglauf und Duathlon bleiben. In welchem Umfang er jedoch weiterhin Sport treiben kann, wird sich zeigen.

26. 5-Tage-Berglauf-Cup von heute Montag bis Freitag, Start täglich um 19 Uhr. – 1. Etappe: Wald–Farneralp; 5,4 km Länge und 535 m Höhendifferenz. – 2. Etappe: Bauma–Sonnenhof; 4,3/310. – 3. Etappe: Steg–Hörnli; 5,1/430. – 4. Etappe: Wernetshausen–Bachtel; 3,6/375. – 5. Etappe: Kempten–Ebnerberg; 4,8/300. – www.berglauf-cup.ch.

Erstellt: 15.08.2010, 21:45 Uhr

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