Mehr Erlibus - trotz Defizit

Der Erlibus soll ab Dezember neu von Montag bis Samstag fahren. Dafür, so die Idee, bekommt er auch mehr Geld von der Gemeinde. Das letzte Wort hat das Volk.

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Erlenbach - Die Erlenbacher sollen dem defizitären Erlibus weiterhin unter die Arme greifen. Nun ist auch klar, mit welchem Betrag: Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 29. März, dem privaten Verein einen jährlich wiederkehrenden Beitrag von maximal 40 000 Franken zu gewähren. Dies schreibt er in einer Medienmitteilung. Der finanzielle Zustupf für dieses Jahr beträgt maximal 20 000 Franken.

Der Nachtbus wurde 2007 ins Leben gerufen, damit die Erlenbacher von Donnerstag bis Samstag zwischen 21 Uhr und 0.30 Uhr vom Bahnhof nach Hause kommen. Denn der letzte Ortsbus der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) fährt bereits um 20.33 Uhr. Da die Kosten für einen Ausbau der VZO-Buslinie vollumfänglich zulasten der Gemeinde gingen, hatte diese den Erlibus zunächst während einer Versuchsphase mit einer Defizitgarantie unterstützt. Diese verlängerte sie später - mit der Auflage an den Verein, die Mitgliederzahl zu erhöhen und zusätzliche Sponsoren zu finden.

Dieselbe Erwartung hat die Gemeinde für die Zukunft. Gegenwärtig zählt der Verein 203 Einzel- und Familienmitglieder. Diese entrichten jährlich 100 beziehungsweise 150 Franken, damit sie mitfahren können. Im vergangenen Jahr nahmen so knapp 3000 Fahrgäste den Dienst in Anspruch. Durchschnittlich befanden sich allerdings lediglich zweieinhalb Personen pro Fahrt im 13-plätzigen Kleinbus, was zu Defiziten von rund 30 000 (2007/2008) und 17 000 Franken (2009) führte.

Fast 40 000 Franken Verlust

Dass die Gemeinde nun gar einen Betriebsbeitrag von maximal 40 000 Franken pro Jahr zahlen will, hat einen Grund: Der Erlibus wird nämlich ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember an allen Werktagen sowie am Samstag fahren. Der Verein rechnet bei einem Sechstagebetrieb mit Aufwendungen von 71 800 Franken und Einnahmen von 32 940 Franken - also mit einem Defizit von knapp 39 000 Franken. Die Mehrkosten entstehen vor allem durch die Entschädigung der Fahrer und den Unterhalt des Busses. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.02.2010, 02:01 Uhr

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