Mehr Waffen beschlagnahmt

Die Zürcher Grenzwächter haben im vergangenen Jahr die Kontrollen verstärkt und so den Drogenschmuggel an andere Grenzübergänge verdrängt.

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Grenzwache

Von Sibille Schärer

Rafz – Weniger Marihuana, Heroin und Kokain, dafür viel mehr Khat stellten die Grenzwächter in den Kantonen Zürich und Aargau sicher. Über 4 Kilogramm der Strauchblätter, die zerkaut werden und aufputschend wirken, beschlagnahmten sie im letzten Jahr, 2009 waren es noch 600 Gramm. Der Grund dafür ist für Hans-Rudolf Vogel, den stellvertretenden Kommandanten der Grenzwachtregion Aargau/Zürich, klar: «Es leben mehr Menschen aus Afrika bei uns.»

Marihuana konfiszierten die Grenzwächter im vergangenen Jahr nur 1,4 Kilogramm, während sie davon 2009 noch 13,6 Kilogramm sicherstellten. «Der Drogenstrom bricht jeweils rasch ab, sobald wir unsere Kontrollen intensivieren», erklärt Vogel. Die Drogenschmuggler suchen sich dann andere Wege, denn landesweit wurde 2010 fast doppelt so viel Marihuana beschlagnahmt wie 2009. «Häufig gelangen Betäubungsmittel via Amsterdam über Basel in die Schweiz.»

Nicht erklären kann sich Vogel, warum die Grenzwächter im vergangenen Jahr 67 Prozent mehr Waffen konfiszierten als 2009. Ob mehr Waffen geschmuggelt wurden oder ob sie einfach mehr Schmuggler erwischt haben, ist Vogel unklar. «Das ist häufig Glückssache.»

Mit dem Jahr 2010 ist Vogel zufrieden. Dank des Zugriffs auf das Schengener Informationssystem (SIS) hätten sie bei Fahndungen viel mehr Möglichkeiten: «Das SIS ist sehr effizient.» Total fahndeten die Zürcher und Aargauer Grenzwächter 2010 in 215 Fällen mithilfe des SIS erfolgreich, 32-mal mehr als im Vorjahr.

Neu organisiert

Die Grenzwachtregion VII Aargau/Zürich wird per 1. April aufgehoben. Für den Kanton Zürich soll zukünftig die Region II Schaffhausen zuständig sein, für den Aargau die Region I Basel. «Wir haben gemerkt, dass Zürich viel stärker mit Schaffhausen verbunden ist als mit dem Aargau», sagt Hans-Rudolf Vogel.

Erstellt: 14.02.2011, 21:20 Uhr

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