Sunrise hält an Handyantenne in Opfikon fest

Die Bewohner eines Opfiker Quartiers wehren sich gegen den Bau einer neuen Mobilfunkantenne. Der Streit mit Sunrise dauert nun schon drei Jahre.

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Von Heinz Zürcher

Opfikon – Die Bewohner des Quartiers Grossacker geben nicht auf. Drei Jahre nachdem Sunrise in ihrem Wohngebiet auf einer Liegenschaft eine Handyantenne errichten wollte, wehren sie sich noch immer gegen den Bau. In der gestrigen Ausgabe des «Stadt Anzeiger» schreiben die Gegner um den früheren Stadtrat Jacques Mettler, dass ihr Widerstand nicht erlahmen werde. Zudem bitten sie Sunrise, den Alternativstandort auf einem stadteigenen Grundstück bei der Autobahneinfahrt noch einmal zu überprüfen.

Begonnen hatte der Streit um die Antenne mit der Unterschrift des Quartierbewohners Edgar Fritz im Juli 2007. Per Mietvertrag sicherte er Sunrise zu, auf seinem Grundstück eine neue, mit UMTS-Technologie ausgestattete Antenne betreiben zu können. Jährlich 10 000 Franken sollte er dafür erhalten. Bald formierte sich jedoch Widerstand im mit etwa 500 Einfamilienhäusern verbauten Gebiet. Rund 300 Anwohner beteiligten sich an einem Protestschreiben, 60 verlangten den Baurechtsentscheid, um gegen eine allfällige Baubewilligung rekurrieren zu können. Sie sahen aufgrund des Elektrosmogs nicht nur ihre Gesundheit gefährdet. Sie befürchteten auch eine Wertverminderung ihrer Liegenschaften.

Sunrise beharrt auf Vertrag

Mit dem Widerstand seiner Nachbarn, zu denen auch Jacques Mettler gehört, hatte Edgar Fritz nicht gerechnet. Ihm war auf einmal nicht mehr wohl bei der Sache, und er wollte den Mietvertrag zurückziehen. Sunrise beharrte auf der Vereinbarung. Das Unternehmen zeigte sich jedoch bereit, an einer Informationsveranstaltung im Januar 2008 mit den Anwohnern über eine Lösung des Problems zu diskutieren. 60 Interessierte kamen und bewegten Sunrise dazu, mit Vertretern der Stadt eine Arbeitsgruppe zu bilden und nach einem alternativen Standort zu suchen. Infrage kam schliesslich eine stadteigene Parzelle bei der Autobahneinfahrt, nahe der Tennisplätze. Weshalb Sunrise dennoch am Standort mitten im Wohngebiet Grossacker festhielt, war gestern von der Firma nicht zu erfahren.

Gemäss Jacques Mettler habe die Gemeinde acht verschiedene Alternativen vorgeschlagen. Wie Sunrise in einem Schreiben bekanntgab, sei jedoch lediglich jener bei der Tennisanlage für das Unternehmen in Frage gekommen. Später habe es aber argumentiert, der Standort liege in einer Erholungszone und könne deshalb nicht in Betracht gezogen werden. «Die Gemeinde hat jedoch daraufhin signalisiert, dass sich die Gegend umzonen liesse», sagt Mettler. «Dieses Zugeständnis hat Sunrise aber einfach ignoriert.»

Baugesuch abgelehnt

In der Folge reichte der Mobilfunkanbieter ein Baugesuch für den ursprünglich geplanten Standort im Grossacker auf dem Dach der Liegenschaft von Edgar Fritz ein. Im Juni 2009 durchkreuzte der Bauausschuss von Opfikon aber die Pläne. Er bemängelte, dass die zur Antenne gehörende Systemanlage auf dem Garagendach eine gestalterisch unbefriedigende Lösung für das Wohnquartier darstelle. Sunrise rekurrierte und bekam im November 2009 vor der kantonalen Baurekurskommission teilweise recht. Diese bestand jedoch darauf, dass die Systemanlage innerhalb des Gebäudes installiert werden müsse. Dies passte wiederum dem Vermieter Edgar Fritz nicht.

Vor eineinhalb Monaten traf sich Fritz mit Sunrise vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Bülach. Dort einigen sich die Parteien auf einen Vergleich – und darauf, dass die Anlage nun doch ausserhalb des Gebäudes platziert werden soll.

Offen bleibt vorerst, ob der Bauausschuss einem neuerlichen Gesuch zustimmen wird. Eine Anfrage des TA beim Amt blieb gestern unbeantwortet. Für Jacques Mettler besteht ansonsten nur eine Hoffnung: «Dass Sunrise doch noch den alternativen Standort wählt.»

«Dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach. Ein Weiterlesen ist nicht erforderlich.»

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Erstellt: 12.08.2010, 19:35 Uhr

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