Thomas Borer/Shawne Fielding Das schrille Traumpaar von einst steht vor der Trennung. Von Thomas Widmer

Botschafter lustig und die Texasprinzessin

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Dass es zwischen den beiden nicht mehr geigt, vermutete der «Tages-Anzeiger» schon letzte Weihnacht. Da gaben Thomas Borer und Shawne Fielding in Thalwil einen «Jingle-Bells-Cocktail». Prominente wie Hans Kaufmann, Magdalena Martullo-Blocher oder Felix Gutzwiller delektierten sich an Champagner und Kaviar, die Gastgeberin und ihre vierjährige Tochter trugen dasselbe rote Samtkleid - süss.

Aber dann! Fielding jettete zum Fest heim nach Texas. Und Borer reiste mit den beiden Kindern nach Thailand.

Seit gestern herrscht Klarheit. Die zwei gehen wirklich auseinander. Nicht einmal einheitlich zu informieren sind sie noch imstande: Ihr Mann habe «die Scheidung eingereicht», steht auf Fieldings Facebook-Seite zu lesen. Borer seinerseits teilte gestern Montag mit, in dem Gesuch gehe es nicht um Scheidung, sondern um eine Trennung und ihre Modalitäten.

Es endet jedenfalls jene Ära, in der ein Paar der Schweiz unschweizerischen Glamour schenkte. Unvergessen die Hochzeit 1999 in der mit 300 Gästen vollgestopften Solothurner Kathedrale. Pater Roland Trauffer himself, Generalsekretär der Bischofskonferenz, traute den Karrierediplomaten aus dem Schwarzbubenland und die Schönheitskönigin aus El Paso. US Marines in ihren steifen Paradeuniformen bildeten mit gezückten Säbeln ein Spalier. Das Volk staunte und klatschte.

Was für eine Liaison das aber auch war! Er der Dynamiker mit dem irrlichternden Blick, im Hochzeitsjahr auf den Prestigeposten des Berliner Botschafters berufen, zuvor Leiter der Taskforce «Schweiz - Zweiter Weltkrieg». Und sie eine Schönheit in allen Facetten des Blondinentums: mal Monroe, mal namenloses Kaugummi-Cowgirl, mal Pamela Anderson. Der Boulevard liebte das. Er jubilierte gar, als Fielding in der Berliner Botschaft für ein Lifestyle-Magazin posierte: als Vamp stellte sie sich auf dem Dach vor die Schweizer Fahne. Und überhaupt geriet mit ihr der drögste Anlass zum Happening. Als zwecks Werbung für Basel ein Basler Niederflurtram im Hochsommer durch Berlin kurvte, drängten sich im stickigen Innern Dutzende Journalisten. Fielding fuhr halt mit. Ihr Gatte kam jeweils eher nebenbei in die Schlagzeilen. Sie nannten ihn «Botschafter lustig».

Bis zum Ostersonntag 2002 lief alles einigermassen okay. Da war man auf Mauritius in den Ferien. Im Hotel fand Borer eine Notiz, er solle in Bern anrufen. Er tat es, witzelte gegenüber der Diplomatenzentrale: «Was gibts so Dringendes? Findet ihr eure Ostereier nicht?» Danach gab es einige Zeit nichts mehr zu lachen. Auch wenn sich der «SonntagsBlick»-Artikel um die angebliche Borer-Geliebte Djamila Rowe als pure, nicht belegte Behauptung erwies, auch wenn sich der Ringier-Konzern für den Rohrkrepierer entschuldigen musste - letztlich läutete die Schlagzeile «Borer und die nackte Frau» das Ende der Berliner Zeit ein.

Damit versiegten allmählich auch die Bilder. Borer als Berater des Investorenmilliardärs Viktor Vekselberg, sexy war dieses neue Ambiente nicht. Fielding 2008 am Frankfurter Opernball, neben sich Sir Bob Geldof, sein Blick in ihrem Décolleté, das war noch einmal ein Foto zum Schwelgen. Letztlich aber bleiben nur die Erinnerungen. An damals etwa, als Thomas Borer auf die Frage der «Schweizer Illustrierten», wie Solothurn und Texas zusammenpassten, antwortete: «Sehr gut, wie Beef and Cheese.»

Erstellt: 16.02.2010, 02:00 Uhr

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