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Gemeinderat sagt Ja zu grünem Rütihof in Stäfa

Der Gemeinderat will den Rütihof nicht verbauen und unterstützt die Initiative «Rütihof bleibt grün». Das ist aber nicht der einzige Vorstoss für das Gebiet.

Von Lucien Scherrer Stäfa – Die Frage, welche Gebiete vor einer Überbauung geschützt werden sollen, hat in Stäfa zur Lancierung von mehreren Bürgerinitiativen geführt. Die einzelnen Anliegen, die am 6. Juni vor die Gemeindeversammlung kommen, werden vom Gemeinderat unterschiedlich beurteilt. So hat er sich bereits dagegen ausgesprochen, dass das Gebiet Unterächer der Freihaltezone zugewiesen wird, wie das Naturschützerin Gret Lott mit einer Initiative verlangt. Das Nein begründet die Behörde mit den zu erwartenden Entschädigungszahlungen an die Landeigentümerinnen. Seinen Segen hat der Gemeinderat jedoch der Initiative «Rütihof bleibt grün» erteilt, wie er gestern mitgeteilt hat. Die Initiative verlangt, dass das Gebiet rund um das Weingut Rütihof von der Reserve- in die Landwirtschaftszone umgeteilt wird. Die Stäfner Exekutive stuft das Gebiet als «wichtige Landschaftskammer» ein, die es als Erholungsraum für die Bevölkerung langfristig zu erhalten gelte. Die Meinung geändert Das Ja der Behörde kommt etwas überraschend, denn noch im letzten Sommer hatte sie einen Kompromiss vorgeschlagen: Der südliche Teil des Gebiets solle in der Reservezone und damit überbaubar bleiben. Dass es jetzt anders tönt, erklärt Gemeindeschreiber Daniel Scheidegger so: «Der Gemeinderat ist zur Erkenntnis gelangt, dass die Gesamtwirkung wesentlich beeinträchtigt wird, falls dieser Landstreifen überbaut würde.» Das Risiko, dass die Gemeinde zu Entschädigungszahlungen verdonnert werden könnte, schätzt der Gemeinderat als «gering» ein. Sicher ist aber, dass es im Fall einer Annahme der Initiative zu entsprechenden Forderungen kommen wird. Denn der Besitzer des südlichen Landstreifens setzt sich gegen die drohende Umzonung zur Wehr. Um ihm zu helfen, haben einige Bürger die Initiative «Rütihof ausgewogen gestalten» lanciert. Sie verlangen, dass der Landstreifen der Bauzone zugeteilt wird. Mockenwies statt Rütihof Eine Erholungszone soll nach Ansicht der Initianten von «Rütihof ausgewogen gestalten» im Gebiet Reute/Mockenwies in Uerikon geschaffen werden. Dieses befindet sich bereits heute in der Landwirtschaftszone. Die Initianten wollen jedoch erreichen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Sie befürchten, dass es der Gemeinderat schon bald als Bauland nutzen möchte. Tatsächlich hat die Gemeinde das Land als langfristige Reserve gekauft – wobei unter anderem die Idee im Raum steht, das Gebiet dereinst für sozialen Wohnungsbau zu nutzen. Dass der Gemeinderat eine Ablehnung der Initiative «Rütihof ausgewogen gestalten» empfiehlt, versteht sich von selbst.

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