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Gemeinderat Stäfa gegen Initiative

Anwohner des Kreuzstrasse-quartiers wehren sich gegen den Zuzug von Gewerbe. Der Gemeinderat empfiehlt, die Initiative abzulehnen.

Von Frank Speidel Stäfa – Noch grasen Schafe auf dem Grundstück im Stäfner Kreuzstrasse-quartier. Mit dem Geblöke könnte bald Schluss sein. Der Flecken Land zwischen Kreuzstrasse, Neuhausweg, Unterächer und der Bahnlinie darf überbaut werden. Damit die neuen Bauten nicht zu wuchtig ausfallen, haben Anwohner des Grundstücks letzten Sommer eine Initiative eingereicht. Sie fordern, dass das Gebiet vollumfänglich der reinen Wohnzone W2/1.9 zugeteilt wird. Auf dem Grundstück gilt bis anhin eine maximale Bauhöhe von immerhin 14,5 Metern und Gewerbeerleichterung. Die Lage sei ideal für Familienwohnungen, argumentieren die Initianten. Und in einem Familienquartier habe es keinen Platz für Gewerbe. Am 6. Juni kommt die Initiative vor die Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat wird die Initiative nicht unterstützen, wie er mitteilt: «Die Gemeinde würde eine der letzten Landflächen für Mischnutzung verlieren». Bei einer Umzonung in eine reine Wohnzone bestehe zudem das Risiko einer Entschädigungspflicht gegenüber dem Grundeigentümer. Das Grundstück eigne sich optimal für eine Mischnutzung, schreibt die Behörde. Gegen die Umzonung wehrt sich auch die Eigentümerin des Grundstücks: die Stäfner Familie Reichling. Die Familie zweifelte an der Gültigkeit der Initiative. Der Bezirksrat hatte eine betreffende Beschwerde jedoch zurückgewiesen. Die Reichlings zogen den Fall weiter. Doch auch die zweite Instanz, das Verwaltungsgericht, hat die Beschwerde abgewiesen. Auf den Gang vors Bundesgericht haben die Eigentümer verzichtet.«Die Initianten vertreten Eigeninteressen», sagt Rudolf Reichling. «Es geht ihnen darum, den Wert der eigenen Liegenschaft zu erhöhen und den Bau von neuen Häusern hinauszuschieben.»

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