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Gemeinsam gegen den Fluglärm

Zwei Initiativen wollen einen Pistenausbau des Flughafens Zürich verhindern. Sechs Gemeinden setzen sich zusammen für die Annahme der Vorlagen ein.

Von Camilla Alabor Der Fluglärm mobilisiert Flughafengegner und -befürworter gleichermassen &endash und offenbar auch Gemeindepräsidenten. Im Hinblick auf die Abstimmung über die Zukunft des Flughafens vom 27. November haben Kyburg, Turbenthal, Wila, Weisslingen, Wildberg und Zell eine bisher einmalige Zusammenarbeit beschlossen. Gemeinsam setzten sie sich dafür ein, dass ihre Stimmbürger zweimal ein Ja in die Urne legen. Die Zusammenarbeit lanciert hat der Gemeinderat von Zell. «Die beiden Flughafenvorlagen betreffen sowohl Zell als auch unsere Nachbargemeinden stark», sagt Gemeindepräsident Martin Lüdin (FDP). Sie seien zudem recht kompliziert. «Wir haben uns deshalb aus Solidarität mit weiteren Fluglärmgegnern dazu entschieden, für beide Vorlagen die Ja-Parole herauszugeben.» Es sei aber klar, dass sich die sechs Gemeinden vor allem für die Behördeninitiative einsetzen würden. Im September trafen sich die jeweiligen Gemeindepräsidenten zum ersten Mal. Im Oktober tüftelten sie dann eine gemeinsame Kampagne aus, die sich aus Standaktionen, Inseraten oder Flugblättern zusammensetzt. «Unser Ziel ist es, die Bevölkerung einerseits zu sensibilisieren &endash aber auch für die Abstimmung zu mobilisieren», sagt Lüdin. Eine Bilanz lasse sich somit erst ziehen, wenn die Stimmbeteiligung feststehe. Bereits jetzt beurteilt er die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden als sehr positiv. Auch Wilas Gemeindepräsidentin Monika Kradolfer (parteilos) findet die Zusammenarbeit gelungen. Zudem sei es wichtig, dass die Gemeinden die Bevölkerung jetzt, vor der Abstimmung, informierten: «Nach der Abstimmung ist es zu spät.» Die Gemeinden östlich des Flughafens befürchten, dass bei einer Ablehnung der beiden Vorlagen künftig Flugzeuge auch tagsüber von Osten her anfliegen würden. Momentan sind die Anflüge auf den Abend beschränkt. «Wir akzeptieren, dass wir als Gemeinde in der Nähe des Flughafens einen Teil des Fluglärms abbekommen», sagt Kradolfer. «Wir wollen aber, dass dieser gerecht verteilt wird.» Neben den sechs Gemeinden führen auch andere Gemeinden Ja-Kampagnen durch &endash so zum Beispiel Lindau. Gemeindepräsident Fritz Jenzer (parteilos) findet die Koordination der sechs Gemeinden gut, Lindaus Gemeinderat habe seine Kampagne aber eigenständig erarbeitet.

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