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Glattal: Zehn Tage im Zeichen des Sports

Mit der Bewegungswoche möchten die Glow-Gemeinden bei ihren Einwohnern die Lust für Sport wecken. Vereine und private Anbieter laden kostenlos zu Schnupperkursen ein.

Unterland. - Ab Morgen findet in sieben der acht Gemeinden des Glattalverbunds Glow (Bassersdorf, Dietlikon, Kloten, Opfikon, Rümlang, Wallisellen und Wangen-Brüttisellen) nach 2008 zum zweiten Mal die Bewegungswoche statt. Dabei können rund 400 Sport- und Gesundheitsangebote kostenlos getestet werden. Für die breite Palette an Angeboten zeichnen die Sportvereine und privaten Anbieter verantwortlich. Die Gemeinden haben lediglich das Administrative wie zum Beispiel das Anschreiben von Vereinen übernommen. Dadurch seien kaum Kosten für die Gemeinden entstanden, sagt Otto Halter, Gemeindepräsident von Wallisellen.

Er hofft, das Verhalten der Bevölkerung mit der Bewegungswoche nachhaltig verändern zu können. «Jeder der sich bewegt, ist für uns ein Gewinn.»

Eine ruhige Kugel schieben

Bereits um acht Uhr fällt in Rümlang der Startschuss: Auf dem Dorfplatz wird Tai-Chi vorgeführt. «Wir hoffen, dass möglichst viele Rümlanger kommen und diese Sportart auch gleich selber ausprobieren», sagt Michaela Oberli, Vorsteherin Gesundheit in Rümlang. Nach dem Tai-Chi wird den Besuchern ein gesundes Frühstück mit Birchermüsli und Orangensaft serviert. Dann geht es nahtlos über zu den nächsten Schnupperkursen: Biken über einen Hindernisparcours sowie Balletttanz.

Für den Bassersdorfer Bocciaclub war die letztjährige Bewegungswoche bereits ein Gewinn: Der Club konnte zwei Neumitglieder aufnehmen. Aus diesem Grund mache der Club auch dieses Jahr wieder mit, sagt Willi Kobel, Präsident des Bocciaclubs. In der bxa-Sportanlage in Bassersdorf wird den Interessierten gezeigt, wie Boccia funktioniert. «Bei uns steht nicht nur der Sport im Vordergrund, sondern auch das Gesellschaftliche.» Und Bocciaspielen sei nicht nur für Italiener, sagt Kobel.

Ebenfalls erfolgreich war die Bewegungspädagogin Daniela Frehner aus Wallisellen. Mit ihrem Tag der offenen Tür konnte sie gar vier neue Mitglieder gewinnen. «Ich finde die Bewegungswoche eine sehr gute Sache», sagt sie. Und sie empfehle den Leuten, diese kostenlosen Angebote unbedingt zu nutzen. Sie führt in Wallisellen eine kleine Gymnastikschule. Erwachsene können dort einmal pro Woche ihre Rücken- und Bauchmuskulatur stärken. Für die Kleinen gibt sie mehrmals pro Woche Jazz- und Kindertanzkurse. Geht den Menschen ab 70 Jahren nach all diesen sportlichen Aktivitäten die Puste aus, können sie im reformierten Kirchgemeindehaus in Dietlikon richtiges Atmen lernen. Das Angebot ist von Vitaswiss. Anita Moor, Präsidentin der Organisation, sagt, dass sehr viele ältere Menschen Angst hätten, solche Angebote wahrzunehmen. Sie hofft, dass die Senioren ihre Schwellenängste abbauen und in den nächsten Tagen vorbeischauen. Ziemlich «abgefahren» geht es morgen in Kloten im Freibad Schluefweg zu und her. Jugendliche führen mit ihren Snowboards und Freeski ihre Kunststücke auf Schnee vor. Wer lieber leisere Töne anschlagen will, der kann dagegen eine Klangschalen-Therapie in Opfikon erleben. Dies ist eine Kombination von Massage mit feinen Schwingungen und Klangtherapie.

An der Bewegungswoche nicht mehr teilnehmen wird einzig Dübendorf. Edith Jöhr, Stadträtin und Bildungsvorsteherin, sagt rückblickend: «Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag.» Dieses Jahr wollte die Stadt vor allem Jugendliche dazu bewegen, an der Bewegungswoche teilzunehmen. Da aber kaum ein Jugendverein mitmachen wollte, habe man die Übung abgebrochen, sagt Jöhr. «Das Interesse der Vereine war sehr gering.» Bewegungswoche vom 12. bis 21.Sept. Mehr Infos unter www.glow.ch

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