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Herrliberg soll fast 7 Mio. Franken an eine neue Kläranlage beisteuern

Am 27. September entscheiden die Herrliberger Stimmbürger über den Kredit für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Abwasserreinigungsanlage.

Herrliberg. - Die Abwasserreinigungsanlage Obermeilen (ARA) klärt seit über 40 Jahren die Abwässer von Meilen, Herrliberg und Uetikon. Sie wurde mehrere Male erweitert - auf eine Gesamtsanierung wurde aber bis heute verzichtet. Vor allem die ursprünglichen Anlageteile sind veraltet und nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik.

Dies soll sich nun ändern. Am 27. September stimmen die Herrliberger Stimmberechtigten über den Ausbau und die Sanierung der ARA ab. Uetikon hat dem Ausbau bereits zugestimmt, Meilen entscheidet wie Herrliberg am kommenden Sonntag darüber (TA vom Samstag).

Die Herrliberger sollen sich mit 18,8 Prozent an den Investitions- und Finanzierungskosten beteiligen. Der Anteil der Gemeinde an den Gesamtkosten von 36,5 Millionen Franken beträgt somit rund 6,8 Millionen Franken.

Erweiterung der Kapazität

Das Geld wird für eine umfassende Modernisierung benötigt. Die Reinigungsleistung genügt den Anforderungen nicht mehr. Auch mit hohem Aufwand gelingt es in der Anlage nicht, die vorgeschriebenen Einleitwerte in den Zürichsee nur annähernd zu erreichen. Die veraltete Technik ist anfällig und aufwendig im Unterhalt.

«Die gesamte Anlage inklusive Gebäude muss deshalb umfassend saniert und ausgebaut werden», schreibt die Gemeinde Herrliberg in einer Mitteilung. Neben der allgemeinen Werterhaltung dränge sich dies vor allem auch aus ökologischer Sicht auf. Zentrales Ziel sei die zuverlässige Einhaltung der verschärften, kantonalen Einleitbedingungen.

Das Projekt umfasst im Wesentlichen den Neubau eines Biofiltrationsgebäudes mit integrierten Betriebsräumen, die Erneuerung der Anlagesteuerung, die Sanierung der Rechen- und Sandfanganlage sowie die Sanierung von Vorklärung und Schlammbehandlung. Die neue ARA ist für 52 500 Einwohner ausgelegt, was einer Kapazitätserweiterung von 14 Prozent entspricht.

Bauarbeiten beginnen im Frühling

Neu soll eine zentrale Abluftreinigung eingebaut werden. Das Biofiltrationsgebäude wird auf dem westlich angrenzenden Grundstück erstellt, das der Gemeinde Meilen gehört. Meilen gibt das Grundstück im Baurecht ab. Mit den Arbeiten wird im Frühjahr 2010 begonnen. Nach zweijähriger Bauzeit soll die erneuerte Anlage 2012 ihren Betrieb definitiv aufnehmen und so den Zürichsee dank dem sauberen Abwasser entlasten.

SVP und FDP sind für die Sanierung. «Die Gesamtkosten von 36 Millionen Franken sind zwar ein nur schwer verdaubarer Brocken», sagt Karl Schädler, Präsident der FDP Herrliberg. Dies umso mehr, als im Zweckverband lange die Meinung vorherrschte, die Sanierung «nur» mit der Hälfte dieses Betrags zu bewerkstelligen. «Diese Kröte muss aber im Namen der Umwelt und zur Verhinderung einer Zwangsverwaltung durch den Kanton geschluckt werden», sagt Schädler. CVP und SP wollten auf Anfrage zum Geschäft keine Stellung nehmen.

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